Dieter Bohlen hat am Samstag gegenüber der „Bild“ ein nüchternes Fazit über „Deutschland sucht den Superstar“ gezogen: „Die Leute, auch die Medien, kritisieren uns ja immer und höhnen, dass wir noch nie einen echten Superstar gefunden haben“, sagte der Musikproduzent. „Vielleicht ist dieser Ausdruck ‚Superstar‘ auch nicht der richtige. Der ist wirklich ein bisschen aus der Zeit gefallen.“
Ein Sieg sei keine Garantie mehr für eine große Musikkarriere. Sondern: „Unsere Aufgabe im Moment kann es wirklich nur sein, so ein Beschleuniger, ein Katalysator für eine weitere Karriere zu sein. Nicht mehr. Nicht weniger. Wir bieten ihnen ein Trittbrett, um ihr Können oder Nicht-Können zu zeigen.“
Damit hat Bohlen erstmals öffentlich über die Grenzen von DSDS gesprochen - kurz vor Start der 22. Staffel. „Die Leute, die denken, sie haben gewonnen und können jetzt ihr Leben lang von diesem einen Sieg bei DSDS leben“, so der Musikproduzent weiter. „Das ist eine Illusion.“ Selbst wenn er oder sie in der Show gefeiert wurden, hätte kein Künstler, keine Künstlerin über Nacht die Spitze der Charts gestürmt.
Zehn neue Folgen ab Karsamstag
Am Karsamstag (4. April) wird die erste von zehn neuen Folgen zu sehen sein, kündigte der Sender RTL an. Die neuen Folgen werden immer samstags und dienstags um 20.15 Uhr bei RTL und im Voraus auf RTL+ zu sehen sein. Zusätzlich und neu: „Die DSDS Reality“ ab dem 21. April, in der in zehn Folgen auf RTL+ zu sehen sei, wie Superstars gemacht werden.
Bereits im vergangenen Juli hatte RTL seine neue Casting-Jury bekanntgegeben, in der Rapper Bushido einen Platz neben Dieter Bohlen bekommt. Ebenfalls Teil des neuen Teams ist Ballermann-Star Isi Glück („Mallekind“).
„Wir werden euch total überraschen“, kündigte Dieter Bohlen an. „Das ganze Konzept ist wirklich neu“, sagte der Pop-Titan. In der letzten Staffel hatten neben Bohlen noch Rapperin Loredana, Schlagersängerin Beatrice Egli und Popsänger Pietro Lombardi in der Jury gesessen.