Bäume gefälltLagerfeld verärgerte Umweltschützer mit Wald-Modenschau

Der Designer ließ für seine Modenschau in Paris Eichen und Pappeln fällen.

FRANCE-FASHION-CHANEL
© APA/AFP/PATRICK KOVARIK
 

Mit einer Modenschau im Herbstwald hat Karl Lagerfeld den Zorn von Umweltschützern erregt. Für die Präsentation seiner Herbst-Winter-Kollektion für Chanel im Pariser Grand Palais am Dienstagabend ließ der deutsche Modezar neun bemooste Eichen aufstellen. Weitere Bäume dienten den Zuschauern als Bänke. Darauf nahmen unter anderem Hollywoodstar Keira Knightley und Popsängerin Lily Allen Platz.

Der Umwelt-Dachverband France Nature Environnement reagierte empört: "Natur bedeutet nicht, Bäume im Wald zu fällen, sie für ein paar Stunden für eine Show aufzustellen und sie dann auf eine Müllhalde zu werfen." Chanel sei gründlich damit gescheitert, sich ein "grüneres Image" zu geben.

Chanel: Paris

(c) APA/AFP/PATRICK KOVARIK (PATRICK KOVARIK)
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(c) AP (Thibault Camus)
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Die Modemarke reagierte prompt: Keine der für die Modenschau verwendeten Eichen und Pappeln sei hundert Jahre alt gewesen, wie es die Umweltschützer behauptet hätten. Zudem habe sich Chanel beim Kauf der Bäume verpflichtet, "100 neue Eichen im Herzen des gleichen Waldes" in Westfrankreich zu pflanzen.

Bei Modekritikern stieß Lagerfelds Idee auf ein positives Echo. Die britische Zeitschrift "Harper's Bazaar" schrieb, der mit Herbstlaub bedeckte Laufsteg sei vermutlich der bisher beste des 84-Jährigen gewesen. Das Magazin lobte den "naturgetreuen Wald", der "sich scheinbar unendlich ausdehnt". Darin präsentierten die Models lange Woll- oder Tweedmäntel, Pelzjacken und Stiefel in Naturfarben wie Ocker, Beige, Braun und Schwarz. Lagerfeld selbst zeigte sich mit weißem Bart.

Karl Lagerfeld
Foto © AP

Kommentare (2)

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paulrandig
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1
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Verhältnismäßigkeit, bitte!

Ohne in Whataboutismus abgleiten zu wollen möchte ich schon daran erinnern, dass die Ökobilanz jeder Modenschau wie alle Veranstaltungen in keinem Verhältnis zu ein paar Bäumen steht, die anschließend zu Papier oder Hackschnitzel verarbeitet werden. Jeder Teilnehmer hat im Schnitt wahrscheinlich alleine zur Anreise den Energiegehalt eines Baumes verbraucht. Was all der Modewahn - sich halbjährlich neue, modernere Kleidung zu kaufen - an Ressourcen benötigt, ist ohnehin eine Perversion von Nachhaltigkeit.

Wenn sich Umweltschützer also begründet über etwas aufregen wollen, wäre der perfekte Anlass das Modediktat und nicht eine Handvoll dünner Bäumchen.

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Ifrogmi
4
3
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omg

es gibt nichts, absolut nichts mehr, was jemand machen kann, ohne das sich selbsternannte expertinnen darüber mokieren und das einzige tun, was sie können: von der warmen stube aus schimpfen und auf däumchen drücken.

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