Gleich beim Eintreten lädt das tiefe Blau des Himmelsgewölbes, ein Sternenzelt, in andere Sphären ein. Wie mit Zauberhand führt das Malergenie Giotto den Besucherblick über die Fresken, die in filmischer Abfolge das Werden, Leben und Leiden Christi in Szene setzen. Dabei erscheinen die um das Jahr 1305 in der Cappella degli Scrovegni in Padua gemalten Figuren wie lebendig. Sie bewegen sich, sie leiden, sie zaudern, sie lieben – und sie küssen.