Als wären sie zwei Fremde, die zufällig nebeneinander zum Liegen gekommen sind. Sind sie aber natürlich nicht, es sind Mutter und Kind – Maria und Jesus – nur mit maximaler Distanz. Was ist da passiert? Gerade in der Weihnachtszeit sind die beiden omnipräsent: Ein meist wohlgenährtes Jesuskind, umsorgt, mit liebenden Blicken bedacht und nicht nur emotional, sondern auch real von Hirten angebetet, und drei Könige sind übrigens auch noch da. Großer Bahnhof im kleinen Stall. Die Kunst hat sich dem Thema in epischer Breite angenommen. Es ist nicht nur eine Frohbotschaft durch und durch, sondern ein alljährlich wiederkehrendes Ereignis, was für diverse Auftraggeber wohl nicht ganz irrelevant war. In der Kunstgeschichte ist Jesus ganz Kind seiner Zeit und nicht immer durfte er einfach so das wonneproppige Baby sein.
Jesus und so
Als Jesus endlich Kind sein durfte
Putzig und herzallerliebst: Nicht immer wurde Jesus als süßes Baby dargestellt. Vor allem in der Renaissance wurde das Christuskind zum gut genährten Wonneproppen im idyllischen Setting.
© Imago