Für Hundefutter werden hierzulande pro Jahr mehr als 200 Millionen Euro umgesetzt. Nassfutter macht dabei einen großen Teil aus. Der Verein für Konsumenteninformation hat jetzt in Kooperation mit der Stiftung Warentest 13 Nassfutter für ausgewachsene Hunde und drei für Welpen geprüft. Das Resultat: Fünf Produkte für erwachsene Tiere sind gut, vier durchschnittlich. Der Rest sowie die Welpenfutterprodukte konnten nicht überzeugen. Hier geht es zum kostenpflichtigen Test.

Sieger und Verlierer

Grundsätzlich gibt es eine Tagesration für einen mittelgroßen Hund ab 1,49 Euro. Schadstoffe waren in keinem Futter auffällig. Erfreulich war auch, dass unter dem Mikroskop keine Federn, Borsten, Haare oder Horn sichtbar waren.

Das Spitzenquintett bilden die Marken Pedigree, Zooroyal, Belcando, dm und Rinti. Drei Produkte für erwachsene Hunde kamen über ein "weniger zufriedenstellend" nicht hinaus, darunter das Futter von Mac’s und die beiden Bio-Futter von Yarrah und Wildes Land. Gründe für die schlechte Bewertung waren unpassende Fütterungsempfehlungen bzw. eine mangelhafte ernährungsphysiologische Qualität. Das Produkt GranCarno Adult Rind+Herz von Animonda fiel sogar komplett durch. Es enthält zu wenig von drei essenziellen Nährstoffen, nämlich Phosphor, der etwa wichtig für das Skelett ist, Linolsäure fürs Fell sowie Magnesium, das unter anderem die Muskelfunktion regelt. Alle getesteten Produkte werden als Alleinfutter verkauft und auf diese Angabe muss Verlass sein.

Besser in Dosen

Erstmals prüften die Konsumentenschützer bei diesem Futtertest, wie gut sich die Verpackungen recyceln lassen. Am besten schneiden hierbei Dosen ab. Sie bestehen hauptsächlich aus Weißblech, das sich einschmelzen und neu verarbeiten lässt. Schalen aus Aluminium und Kunststoff sind immerhin zum größten Teil recycelbar. Bei Mehrschichtbeuteln kommt dagegen nur eine dünne Alu-Schicht für die Wiederverwertung infrage. Beim Umweltschutz haben viele Anbieter Nachholbedarf.

Ökobilanz wie 13 Flugreisen

Die meisten Verpackungen trugen etwa keinen Entsorgungshinweis. Das erschwert eine korrekte Mülltrennung, denn falsch entsorgte Packungen verpassen die Wiederverwertung. Die Recyclingfähigkeit der Verpackung ist allerdings nur ein kleiner Aspekt, was die Ökobilanz von Tierfutter angeht. Bedeutsamer ist etwa der Kohlendioxid-Ausstoß bei Fleischerzeugung, Futterherstellung und Transport. Eine Ökobilanz, die Forschende der Technischen Universität Berlin 2020 erstellt haben, zeigt: Die Haltung eines mittelgroßen Hundes produziert in 13 Lebensjahren etwa so viel Kohlendioxid wie 13 Hin- und Rückflüge zwischen Wien und Barcelona. Das Futter macht dabei den größten Posten aus.