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NachhaltigkeitWas verschärfte Klimaziele für Österreicher bedeuten können

Die EU-Pläne, die Klimaziele für 2030 zu verschärfen, haben weitreichende Folgen. Statt um 36 Prozent müssten Österreichs Emissionen fast auf die Hälfte sinken. Vor allem beim Verkehr gleicht das einer Herkulesaufgabe.

Was verschärfte Klimaziele für Österreicher bedeuten können
Was verschärfte Klimaziele für Österreicher bedeuten können © Sandor Jackal - Fotolia
 

Unter Beifall von Klimaschützern und skeptischen Blicken vieler Wirtschaftsvertreter hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Mitte September verkündet, was sich bereits seit Monaten abgezeichnet hatte: Die EU will ihre Klimaziele für das Jahr 2030 deutlich nachschärfen. Denn die bisher geplanten CO2-Reduktionsmengen, so rechnen Experten seit Jahren vor, reichen nicht aus, um Europa auf den im Vorjahr beschlossenen Weg zur Klimaneutralität bis 2050 zu bringen.

Kommentare (19)

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dude
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Weniger, weniger, weniger, von allem!

Das ist das einzige, das uns als Menschheit eine etwas längerfristige Lebenserwartung auf diesem Planeten bescheren könnte! Wird es aber nicht, weil wir es nicht machen werden! Weil wir einfach zu gierig sind und von allem noch mehr haben wollen! Wie das berühmte Affen-Experiment, bei dem der Proband die Kokosnuss nicht und nicht auslassen wollte, obwohl er dadurch mit der Faust (und Kokosnuss) nicht mehr durch die Gitterstäbe herauskam und dadurch gefangen war...

tannenbaum
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Mit

diesen großartigen Klimazielen und den horrenden Strafzahlungen bei nicht erreichen wird es die EU schaffen, sich selbst zu ruinieren! China, Russland, Amerika und alle Billiglohnländer werden sich ins Feustchen lachen. Das Rohöl wird noch billiger, sie können noch günstiger produzieren und noch viel mehr Betriebe werden ihre Produktion dorthin verlagern! Und für das Weltklima hat das ganze NULL Auswirkungen! Und Europa wird der Kontinent mit den meisten Arbeitslosen werden! So schaut’s in Wirklichkeit aus! Nur weiter so.

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Bin neugierig wann der erste Empörte daherkommt und Schienen nach St. Nimmerlein hinter den sieben Bergen legen lassen will

Im urbanen Bereich wirds kein Herumbrettern mit dem Nobelhobel mehr geben. Öffis in der Stadt - restlos - und alles andere draußen (dort gehts nicht anders).
Und sperrt das Nadelöhr in Tirol für LKWs - alles auf die Schiene und einen ordentlichen Preis dafür verlangen. Transit darf nicht gratis sein, liebe Supereuropäer die ihr unser schönes Österreich verdreckt, weils eure Erdäpfel in Italien waschen lassen müssts.

Shiba1
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Hab grad vorher in den Nachrichten gehört:

Im September sind rund 214.000 Transporter über den Brenner gefahren. Ein Wahnsinn, den uns die EU mit ihrem grenzenlosen Warenverkehr eingebrockt hat.
Viele Firmen haben ihr Lager auf die Straße verlegt. Es wird ja alles binnen Tagesfrist angeliefert. Etc. Etc. Alles ein Irrsinn

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@Rotstrichler Keine Tiroler, hab ich recht. Fragt die Tiroler mal wie toll das ist

wenn die LKW-Lawine rollt.

feringo
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CO2-neutral

Ich bringe hier einen Hinweis ein zu Mazdas Algen-Energie, CO2 neutral!
Dieses Projekt fasziniert mich!
Siehe KlZtg: "Mobilität in Zeiten von Corona: Algen statt Öl" vom 06.10.2020

tannenbaum
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Leider

wurde ein kleiner Hinweis vergessen. Nämlich wie so eine Anlage ausschauen soll wenn man diese Menge produzieren will, die jetzt täglich verbraucht wird. Ein paar Liter im Labor geht gleich einmal.

feringo
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tannenbaum : Nicht aufgeben!

Ja, ist noch nicht soweit. Die ersten Explosionsmotoren wurden mit Apothekenbenzin angetrieben. Nicht gleich aufgeben.
Gibt es andere Projekte, die CO2-neutralen Treibstoff erzeugen können?

scionescio
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China und die USA produzieren fast so viel CO2 wie alle anderen Staaten auf diesem Planeten zusammen...

... stellen ein Kohlekraftwerk/Atomkraftwerk nach dem anderen hin, damit sie den Schrott produzieren können, den wir ihnen teuer abkaufen (zB als Akku getarnter Sondermüll).
Wir vernichten in Europa Arbeitsplätze und schröpfen die Bevölkerung, obwohl unser Beitrag zum gesamten CO2 Ausstoß lächerlich gering ist.
Solange China/USA nicht mitziehen, sind alle anderen Maßnahmen bedeutungslos- ein weltweiter Handelsboykott würde dem Klima mehr helfen, als die eigenen Bürger auszusackeln.

Shiba1
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Wie groß ist CO2 Ausstoß Österreichs am Gesamtausstoß?

So ca. 0,2 bis 0,3 Prozent. Selbst wenn wir den Ausstoß auf 0 reduzieren, was ändert das dann am Problem?
Ach übrigens: die Weltbevölkerung wächst pro Tag! um 230.000 bis 250.000 Menschen. Das hat keinen Einfluss??

petera
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Deshalb muss Europa vorausgehen,

Damit es was zum Mitziehen gibt.

Mit diesem kindischen wenn ihr nichts tut, tue ich auch nichts, kommt keiner weiter.

Abgesehen davon sibd aber die USA und China Technologieführer bei neuen Technologien.

scionescio
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@Petera: wir sind da schon weit voraus ...

... nur China und die USA ziehen eben nicht mit.

pescador
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Mit der Erhöhung der Treibstoffpreise muss man sehr bedacht vorgehen

Wirtschaft und Mobilität sind stark miteinander verbunden und von einander abhängig. Bevor man Treibstoffpreise erhöht, muss man brauchbare Alternativen anbieten. Für die Transportwirtschaft gibt es diese z. B. derzeit noch nicht. Weder für die unzähligen Transporter noch für den privaten PKW-Hängernutzer gibt es derzeit Alternativen zum Verbrenner. Dass wir unsere Mobilität umstellen müssen, bezweifelt niemand. Man muss es aber Schritt für Schritt machen, nachdem es alternative Möglichkeiten gibt.

steinmhe
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Status

Es gibt derzeit nur begrenzte Möglichkeiten Strom zu speichern und Verbrauchsspitzen und Erzeugungslücken auszugleichen. Technologien wie Erzeugung von Wasserstoff und Energieausgleich mit Wasserstoff sind erst in Entwicklung.
Ein wesentlicher Punkt sind e-Fuels. Technologie auch in Entwicklungsphase, Erzeugung energieintensiv, damit könnte es möglich sein, den Benzin - und Dieselverbrauch wesentlich zu reduzieren.
Kaum Ladeinfrastruktur für Elektroautos vorhanden.
.....

petera
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Und warum liegt dann der Anteil an Elektroautos

in Ländern wie Norwegen bei über 50%?

Natürlich ist ein Umstieg möglich, wenn der (politische) Wille da ist.

Das Elektroauto ist nicht es Weisheits letzter Schluss, aber es ist ein Zwischenschritt um aus den konventionellen Verbrennungsmotoren auszusteigen und um Platz für Neues zu machen.

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@petera Norwegen ist ein schlechtes Beispiel. Das ist ein Golfstaat in der Nordsee

Die leben davon, dass wir Strafe zahlen müssen.

scionescio
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@Petera: kannst mir die riesigen Ölfelder in Österreich zeigen, mit denen das finanziert wurde?

Noch scheinheiliger geht es wohl nicht: lokal emissionsfrei, aber weiter Öl für Verbrenner verkaufen (erst vor kurzem wurde eines der größten norwegischen Ölfelder für die nächsten 50 Jahre erschlossen!) - glaubst du ernsthaft, dass man so den Klimawandel bekämpft kann?
Warum heizen wir nicht umweltfreundlich mit Heißwasser aus Geysiren wie in Island - blöd, dass wir in Österreich keine Geysire haben...
In Deutschland ist Ionity selbst bei 79ct/kWh noch nicht kostendeckend- erst bei 1,30 €/kWh ginge sich das aus dh 100km mit dem BEV werden bald 20€ und mehr kosten (derzeit kostet der Diesel für 100km ca. 5-6€ für 100km!)
Da man die Ladestelle nicht billiger machen kann und jetzt nur draufzahlt, muss eben Diesel/Benzin viel teurer werden, weil sich sonst nur irrationale Fanboys und naive Angeber mit viel Geld ein BEV antun - der Klimaschutz als Generalfeigenblatt kommt da gerade recht ...

melahide
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Ja

Und natürlich hat Europa die E-Autos verschlafen. Die Batterien liegen ja fest in chinesischer Hand, die haben auch Schürfrechte in Afrika erkauft. Europa müsste hier endlich nachziehen und sich endlich einmal auch als Wirtschaftskooperation verstehen. Batterie weiterentwickeln, Rohstoffe aus Europa, Recyclingtechnologie. Ob die E-Fuels so toll sind wird sich erst zeigen. Derzeit brauchen sie viel Energie und auch Rohstoffe. Auf der anderen Seite ist das eine Technologie, die Menschen verstehen.... zur Ladeinfrastruktur. Die ist in Österreich komplex und schlecht. Also es gibt schon viele Ladepunkte. Aber die zu finden ... man hätte sich da auch den Tankstellen bedienen müssen die ja schon eine Infrastruktur (Café...) haben und wo man auch andere Dinge wie ... Waschanlage, Reifendruckmesser ... nutzen kann. Und natürlich eine einheitliche Ladekarte ...

petera
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Finde ich sehr gut, dass die EU mit

gutem Beispiel vorangeht.

Die Klimaveränderung ist die größte Gefahr für die (menschliche) Zukunft.

Europa kann als Wissenschafts- und Industrienation auch endlich wieder auf USA bzw. China aufholen bzw. in einzelnen Gebieten ihre Vorherrschaft ausbauen.

Denn die Klimakrise kann nur durch Fortschritt aber auch Änderungen des Lebenswandels gemeistert werden.