Schwangere mit Covid-19Coronainfektion erhöht Risiko für Früh- oder Totgeburt deutlich

Wie neueste Daten zeigen, vermehrt sich das Coronavirus in der Plazenta schnell. Das erhöht das Risiko für Früh- oder Totgeburten durch eine Infektion deutlich.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
medical mask on the belly of a pregnant girl. hild protection. Concept of coronavirus, covid-19, quarantine
© sosiukin/stock.adobe.com (Sosiukin)
 

Das Coronavirus vermehrt sich in der Plazenta schnell und erhöht das Risiko einer Früh- oder Totgeburt je um das Zwei- bis Dreifache. Das haben Berner und Lausanner Forscher nachgewiesen. Impfen in der Schwangerschaft sei deshalb wichtig - und für den Fötus gefahrlos, wurde betont.

Bei Schwangeren bestehe im Vergleich zur gleichaltrigen Allgemeinbevölkerung eine um 70 Prozent erhöhte Gefahr für eine Ansteckung mit SARS-CoV-2. Das Risiko, danach einen schweren Verlauf mit Pflege auf der Intensivstation durchzumachen, liege im Bereich von fünf bis zehn Prozent, hieß es in einer Mitteilung des Forscherteams vom Freitag.

Impfung für Fötus ungefährlich

"In der Plazenta können schnell Tausende infektiöse virale Partikel produziert werden. Außerdem haben wir einen äußerst variablen und für jede Schwangerschaft individuellen Ausdruck des SARS-CoV-2-Rezeptors in der Plazenta beobachtet, was erklären könnte, warum das Virus manchmal auf den Fötus übergeht", erläuterte Marco Alves vom Institut für Virologie und Immunologie IVI in Bern.

"Die Tatsache, dass das Virus die Plazenta infizieren und sich dort stark vermehren kann, zeigt die Notwendigkeit der Impfung", so Alves. Für den Fötus sei die Impfung gefahrlos, weil die mRNA die Plazentaschranke nicht durchdringt, wohl aber die von der Mutter gebildeten Antikörper. Das Kind kommt also nicht mit dem Impfstoff in Kontakt, sondern "erbt" die natürlichen Antikörper der Mutter.

Kommentare (11)
hhaidacher
1
1
Lesenswert?

Wie viele Schwangere wurden denn "studiert" und LANGZEIT"beobachtet"

bevor die Impfung für Schwangere zugelassen wurde?

Es gibt keine Studien darüber, was die Spikes LANGFRISTIG machen - denn die Impfung gibts erst seit gut 1 Jahr und eine Schwangerschaft dauert 9 Monate.

Langzeitwirkungen! 9 Mütter können 1 Baby auch nicht in 1 Monat austragen. Also nur, weil bei 50 Personen nix passiert ist bis jetzt, weiß man schlichtweg nicht, was es langfristig mit deinem Immungeschehen macht. Nur weil man nicht gleich tod nach der Impfung umfällt, heißt das nicht, dass es keine Auswirkungen haben kann. Seit 1 Jahr gelten übrigens alle doppelt Geimpften als VOLLIMMUNISIERT. So ein Blödsinn - sie man sieht! Vor 1 Jahr glaubte man, 2 x Impfen reicht ewig, jetzt 3 und Herr Mückstein spricht schon vom 4. Stich.

Die Erde war auch eine Scheibe, bevor sie rund wurde.
FAKT IST, dass es niemand wissen kann, was in 5 Jahren ist und daher muss und sollte bitte jede/r diese Entscheidung selbst treffen. Immerhin muss man auch mit den Konsequenzen so oder so leben.

Frauen in der Schwangerschaft so einen Druck zu machen, sich einen Impfstoff, der mehr Gentherapie (wie die MRNA als Krebsmedi heißt) als Impfung im klassischen Sinne ist und einer bedingten Zulassung sollte zu denken geben.

wischi_waschi
38
14
Lesenswert?

Schwangere

Würde mich niemals impfen lassen, als Schwangere .Niemals!!!!!!

Mein Graz
2
22
Lesenswert?

@wischi_waschi

Deine Entscheidung - zu der es wahrscheinlich gar nicht kommen wird, da ich annehme, dass du übers Alter, in dem man eine Schwangerschaft plant, hinaus bist.
Wie halt bei mir.

Nachdem ich allerdings in der Familie miterlebt habe welche psychische Belastung eine Covid-19-Erkrankung während der Schwangerschaft darstellt würde ich jeder werdenden Mutter empfehlen, sich impfen zu lassen.
Das Risiko der Impfung ist wesentlich geringer als das Risiko einer Früh- oder Totgeburt.

wischi_waschi
11
3
Lesenswert?

Mein Graz

Ich, danke meiner Mutter das sie "Contergan" nicht genommen hat.
Danke nochmals.
Ich, habe nichts in der Schwangerschaft genommen, rein gar nichts.
Nur zur Info, ich nehme auch heute noch gar nichts und man staune ich bin tatsächlich gesund!!!!!!

STEG
0
3
Lesenswert?

Contergan-Skandal

wurde 1961 -1962 aufgedeckt und es ging um ein Beruhigungsmittel. Das heißt, es ist schon 60 Jahre her.
Bei Medikamenten wird aber heute noch alles gegessen, was der Markt hergibt, ungefragt und unnötigerweise.

Mein Graz
1
11
Lesenswert?

@wischi_waschi

Ich wünsch dir auch, dass du gesund bleibst.

Contergan mit der Impfung zu vergleichen zeigt m.E. allerdings nur, dass du vergessen hast, wie sich die Bestimmungen bei der Zulassung einer Impfung/eines Medikaments verschärft haben.
Die meisten Menschen lernen halt aus ihren Fehlern!

Dass du "gar nichts" nimmst ist erstaunlich. Kein Ibuprofen, Aspirin, keine Vitamine oder Mineralstoffe, keinen Hustensaft, keine Heilsalbe oder Einreibe-Salben, keine Badezusätze...
Super.
Da musst du wirklich hart im Nehmen sein! Gratulation!

checker43
6
30
Lesenswert?

Müssen

Sie auch nicht. Ihre Entscheidung, ob Sie das Kind im Falle einer Covid-Infektion gefährden wollen oder nicht.

Hazel15
0
0
Lesenswert?

Coronainfektion erhöht Risiko

Es wird hier über das Risiko bei einer Infektion mit Corona geschrieben. Nicht über das Risiko bei einer Coronaerkrankung . Wie wir wissen, kann sich jeder/e Geimpfte mit Corona anstecken (das ist hier relevant), im besten Fall aber nicht schwer daran erkranken.
Coronainfektion erhöht Risiko für Früh- oder Totgeburt deutlich - NICHT ERKRANKUNG!!

demitigo
8
21
Lesenswert?

ich glaube, dass

-nachdem eine Sonderfreistellung für jene mit vollem Impfschutz seit dem 1. Juli nicht mehr gilt - da einige lieber ein Risiko eingehen und die Impfung frühestens (wenn überhaupt) in den Wochen des Mutterschutzes nachholen werden.... leider....

CeaSanddorn
1
11
Lesenswert?

nicht nur für körpernahe Berufe!

und nicht nur für körpernahe Berufe!
in vielen Jobs hat man Parteienverkehr und eine Ansteckung ist möglich, vom in den Job via Öffis zu pendeln sprech ich gleich gar nicht... Arbeitgeber nehmen selten Rücksicht

demitigo
4
30
Lesenswert?

Nachtrag:

diese Änderung gehört umgehend wieder rückgängig gemacht und die Sonderfreistellung muss für ALLE - egal, ob geimpft oder nicht!- werdenden Mütter ab der 14. SSW problemlos möglich sein !!!