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Top-Virologinnen "Ende April haben wir das Schlimmste überstanden“

Im Pandemiejahr trat die Virologie aus dem Schattendasein ins Rampenlicht – und damit auch jene Frauen, die die beiden Uni-Zentren für Virologie in Österreich leiten. Dorothee von Laer und Elisabeth Puchhammer-Stöckl über ihre Intuition für Viren und unsere Aussicht auf ein normales Leben.

Top-Virologinnen: Elisabeth Puchhammer-Stöckl und Dorothee von Laer © 
 

Das wird ernst“: Diesen Gedanken hatte Dorothee von Laer das erste Mal im Jänner, als sich in Fachkreisen herumsprach, dass Infizierte mit dem neuartigen Coronavirus schon ansteckend sind, bevor sie erste Symptome entwickeln. „Da wussten alle Virologen, wir kriegen ein Problem“, sagt von Laer, die das Institut für Virologie an der Med Uni Innsbruck leitet und damit eine von zwei Lehrstuhlinhaberinnen für das Fach in Österreich ist. Seit Beginn dieser Pandemie arbeitet die geborene Hamburgerin quasi durch: 80-Stunden-Wochen sind die Regel, ihre Tage beginnen um 6 Uhr am Laptop, dauern bis 21 Uhr, wenn sie das Labor verlässt. Dabei hatte sie für dieses Jahr ganz andere Pläne.

Kommentare (9)
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scionescio
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„ Ab dem Frühsommer 2021 sollten die Zahlen aufgrund des Wetters – das Leben spielt sich vermehrt im Freien ab – zurückgehen“

Ich bin positiv überrascht, dass sich diese Erkenntnis jetzt auch bei den Experten mehr und mehr durchsetzt - als Nichtvirologe schien mir bei Erkältungsviren diese Annahme schon im Frühjahr am wahrscheinlichsten und auch Tegnell hat damit Recht behalten.
Wenn man sich die Kurven der Toten pro 100.000 Einwohner anschaut (im Standard gibt es das sehr informativ aufbereitet), sieht man auf einem Blick, dass es das ziemlich unvorbereitete Österreich jetzt im Winter voll erwischt hat (von 900 auf 6000 Tote, mehr als 100 Tote am Tag!), während die Schweden wie prognostiziert jetzt ein paar Tausend Tote weniger haben (und dabei ohne Lockdowns, Maskenpflicht und größeren wirtschaftlichen Schaden davongekommen sind) - die Rate liegt zwischen einem Drittel und der Hälfte der Toten in Österreich. Wenn die Schweden schon zu Beginn auf ihre Alten und Risikogruppen geschaut hätten, wären sie ziemlich gut durch diese Krise gekommen.
In Österreich werden die Risikogruppen immer noch zu wenig geschützt und die erwartete zweite Welle hat uns mehr oder weniger unvorbereitet erwischt (zB völliger Zusammenbruch des Contact-Tracings!) - dazu noch ein paar halbherzige Maßnahmen (Verfrühtes Aufsperren des Handels) und Alibiaktionen (Massentests) und wir schaffen es, schlechter als zB Indien oder der Iran zu sein (Tote pro 100.000 Einwohner)!

erstdenkendannsprechen
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schweden hat die herbst-welle mit etwas verspätung aber auch

erwischt - und zwar nicht zu knapp. an toten liegen sie jetzt wieder vorne. und das hat die schweden dazu gebracht, maskenpflicht gibt es in schweden jetzt übrigens in öffentlichen verkehrsmitteln, empfehlungen zum maskentragen überall, wo man keinen abstand halten kann.
ja - natürlich spielt das wetter eine rolle. haben wir ja im sommer gesehen.
auf die alten und kranken schauen kann man übrigens am besten, wenn die infektionszahlen in der gesamtbevölkerung möglichst gering sind. pfleger, reinigungspersonal, ärzte - sie alle, die in altenheimen arbeiten, sind ja auch teil des öffentlichen lebens, haben kinder in der schule, partner in anderen berufen. man kann die "ältere generation" nicht einfach wegsperren, das ist keinem land gelungen. zumal ja sehr viele von ihnen nicht in einrichtungen leben und sich um sich selber kümmern: einkaufen, arzt, behördenwege können tw. von anderen übernommen werde, aber nciht gänzlich.

kog1
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8484 Tote in Schweden

und deine Märchenstunden gehen weiter...

scionescio
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@TRoll: Österreich vor dem Sommer unter 1000 Toten, Schweden unter 6000 Toten ...

.... Österreich jetzt über 6000 Tote, Schweden 8500 Tote!
Leider keine Märchenstunde sondern traurige Realität: in Österreich sterben innerhalb von den letzten zwei Monaten doppelt so viele Menschen als in Schweden - obwohl wir 500.000 Arbeitslose haben, enorme Schulden angehäuft haben und die Bevölkerung mit Lockdowns einsperren - nur türkise Trolle nehmen die Fakten nicht mehr zur Kenntnis!

menatwork
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8484 Tote in Schweden

So kommt man halt nicht weiter, wenn sich jeder nur das rauspickt, was grad passt.

Hinsichtlich der 2. Welle hat der Vorposter recht, worauf das zurückzuführen ist - etwa, dass die Schweden sich im Sommer tatsächlich vorberreitet haben oder einfach darauf, dass sie im Frühjahr schon mehr Fälle hatten - darüber kann man streiten.

Dass in Schweden weniger Kollateralschäden an Wirtschaft und Demokratie angerichtet wurden, kann man aber nicht negieren.

kog1
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205 Tote am 29.12. in Schweden

das nennst du bessere Vorbereitung auf die 2.Welle? Der schwedische Weg ist- wie man auch in Schweden eingesteht- gescheitert.

Hazel15
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205 Tote

Vom 23.12.2020 bis 29.12.2020 !!!!

Hazel15
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Mittelwerte über die vorherige Woche pro mill. EW

Österreich 7,85 tote
Schweden 4.48 tote
Der Standard 30.12.2020

erstdenkendannsprechen
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diese 205 toten sind glaub ich nicht die toten von einem tag.

schweden hat die fünf tage davor ja nicht gemeldet. es ist da am besten der 7-tages-schnitt herzunehmen und zu vergleichen.