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Top-Forscher im GesprächHerr Krammer, Sie haben sich schon gegen Covid-19 impfen lassen – wann sind wir dran?

In der globalen Suche nach einem Covid-Impfstoff stehen wir kurz vor der Ziellinie, sagt Forscher Florian Krammer. Schon in den nächsten Wochen könnte es eine Notfallzulassung geben. Das größte Hindernis für breite Impfkampagnen ist für den Experten: die Impfskepsis in der Bevölkerung.

 

Florian Krammer forscht in New York an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai an Impfstoffen – und er ist selbst Teilnehmer einer Impfstoffstudie. Seit Beginn der Pandemie gilt die Impfung als der finale Ausweg, um in unser altes Leben zurückzukommen. Doch kann eine Impfung das wirklich leisten? Darüber spricht Redakteurin Sonja Krause mit Florian Krammer im Podcast "Corona Update".

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„Ja und nein“, ist die Antwort von Krammer. Der Impfstoff ist der Faktor, der „dieses Theater beendet“ – es wird aber nicht von einem Tag auf den anderen gehen. Wird ein Impfstoff zugelassen, wird er nicht sofort in großen Mengen und für jeden zur Verfügung stehen. „Zuerst müssen wir Hochrisikogruppen impfen: Ältere Menschen, Menschen, die im Gesundheitswesen oder in Altersheimen arbeiten“, sagt Krammer. Als größtes Hindernis für die Impfung sieht der Experte momentan die wachsende Skepsis gegenüber einem Covid-Impfstoff: „Wenn sich die Menschen nicht impfen lassen, hat die Impfung auch keinen Effekt.“

Florian Krammer, Impfstoffforscher
Florian Krammer, Impfstoffforscher Foto © Sebastian Krammer

44 Impfstoffkandidaten werden bereits an Menschen getestet, 12 davon sind bereits in der finalen Studienphase: Stehen wir kurz vor der Ziellinie? „Ja“, sagt Krammer: So wird erwartet, dass die Firma Pfizer in den USA schon im November um eine Notfallzulassung für ihren Impfstoff ansuchen könnte.

Krammer selbst weiß natürlich nicht, ob er den Impfstoff erhalten hat oder ob er Teil der Kontrollgruppe ist und mit einem Placebo geimpft wurde. „Als Wissenschaftler, der im Labor sieht, wie gut RNA-Impfstoffe funktionieren, wäre ich schon lieber in der Impfstoffgruppe“, sagt Krammer. Warum diese modernen Impfstoffe – entgegen vieler Befürchtungen – keinen Eingriff in unsere Gene darstellen, erklärt der Experte ebenso im Podcast. Doch welche Wirksamkeit kann man sich von einem Impfstoff überhaupt erwarten? Ist eine Impfung schon erfolgreich, wenn sie „nur“ vor schweren Erkrankungen schützt, aber nicht vor der Infektion an sich? Hören Sie mehr dazu in unserem aktuellen Podcast.  

Kommentare (30)
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Fotomandalas
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Es braucht viele zum Testen

Es braucht viele Tausend Menschen, die sich freiwillig einem Impftest unterziehen, damit die Auswirkungen eines Impfstoffes ausgewertet werden können. Bitte meldet Euch
dort, ihr werdet mit offenen Armen empfangen. Ih rbkeommt
sogar Geld dafür.+

rontin
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Schnauze voll ...

... von dem Virus, also werde ich mich impfen lassen. Will endlich wieder reisen. Man sollte sich überlegen, ob man bei dieser Impfung nicht eine Impfpflicht einführt, es hängt einfach zu viel dran ....

Fotomandalas
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Mach mit bei der Testung für eine Impfung

Sie suchen immer noch Leute die die Impfung testen wollen.
Bitte melde Dich dort. Du bekommst auch Geld dafür

Sir Gisbert
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Impfen oder nicht.

Ich bin immer wieder erstaunt dass ein anerkannter Wissenschaftler x mal beweisen muss das er recht hat. Hingegen Einer der gegen die anerkannte Wissenschaft wettert genau nix beweisen muss. Heute wird den größten Scharlatanen mehr geglaubt als einem renommierten Wissenschaftler. Warum ist das so? Warum wird jedem der sich für Medikamente und Impfungen einsetzt sofort die Abhängigkeit von Pharmaindustrie, Bill Gates und Co. unterstellt. Diese ganzen Impf- und Pharmagegner sollten sich einmal fragen wo wir Heute ohne Impfung und Medikamente wären. Einfach einmal logisch denken.

Planck
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Naja, salopp ausgedrückt:

Seit die Leut' nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht nichts, sondern alles mögliche *g

Weniger salopp gesagt, die Welt wird immer komplexer, das überfordert viele Leute. Daher suchen sie sich einfache Erklärungen, wissen aber nicht, dass für komplexe Probleme keine einfachen Lösungen existieren.
Dieses Nichtwissen erklärt auch, warum so viele Leut' auf Populisten hereinfallen.

Sir Gisbert
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Naja, salopp ausgedrückt:

Ja das glaube ich auch. Im Endeffekt ist es für Otto Normalbürger immer eine frage wem glaube ich. Die wenigsten von uns sind Wissenschaftler. Und wenn es nicht mein Fachgebiet betrifft muss ich es glauben oder nicht. Aber a bisserl Hausverstand und vor allem Information wäre wichtig. Logisches Denken ist im Moment nicht gerade Modern. Aber anscheinend ist es wirklich leichter die Kronenzeitung zu lesen, als ein Wissenschaftsmagazin. Eines stimmt auch. Egal ob Populisten oder Scharlatane, sie bieten wirklich einfache leicht verständliche Lösungen an. Aber genau so einfach wie diese Lösungen sind, so einfach sind sie zu durchschauen. Man müsste halt dafür offen sein und nicht immer alles glauben.

Natur56
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Impftode

Wie hat Bill Gates mit seiner Frau gemeinsam gesagt. Es wird weltweit rund 700.000 Menschen geben die aufgrund der Impfung sterben.
Naja auch nicht zu verachten.
Bis heute kennt man die Nebenwirkungen.
Aber jeder soll das für sich entscheiden ohne dass er von den anderen in eine Ecke gestellt wird.
Andererseits wenn man sich nicht einig ist über die Immunisierung wie soll man wissen ob das Impfen hilft. Diese Impfung greift auch in die Genetik ein.
Vielleicht sollte man einmal klein anfangen:
Bei den Supermärkten die den ganzen Sommer Zeit hatten sich neu aufzustellen:
Ständig Öffnung vieler Kassen
Keine Selbstbedienung bei Obst und Gemüse sowie bei Brot und Gebäck. Das wäre eine notwendige Vorgabe des Gesundheitsministeriums gewesen.
Und nicht nur die Preise ordentlich zu erhöhen und nicht mehr Mitarbeiter einzustellen. Nein dann wieder hoffen dass das Bundesheer hilft.
Das wäre eine Diskussion einmal wert.

erstdenkendannsprechen
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sie wissen schon,

dass das nicht stimmt?
wie greift die impfung bitte in die "genetik ein" - genbasierte impfstoffe greifen nicht in die genetik der geimpften ein.
glauben sie, die zahlen sind so hoch, weil die menschen sich bei der selbstbedienung bei obst und gemüse in den supermärkten angesteckt haben?

Ifrogmi
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Zwiepack
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Ganz einfach, wenn die Betten wieder knapp werden,

kommen - sobald es eine Impfung gibt - die Geimpften zuerst dran.

Die Impfparanoiker können dann ja wahlweise zum Gesundbeter, dem Mechaniker Franz, zum Handaufleger, Braco oder Homöopathiebetrüger gehen - viel Spaß!

hornet0605
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Besser kann man es nicht ausdrücken!

Sollen dann zum barfußen Milka-Mechaniker gehen und einen Zaubertrank gurgeln. Da wird ihnen geholfen! 🤣

Popelpeter
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Wieso

Sollten die Geimpften ins Spital müssen, wenns doch geimpft sind! Da müsste ja dann die Impfung unwirksam sein 🤔

Zwiepack
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Die Ungeimpften nehmen aber den anderen den Platz weg

wenn sie zu Hauf ins Spital müssen.

SoundofThunder
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Wenn es eine Impfung gibt....

.... dann ist die Gefahr vorüber. Dann ist Corona wie eine Influenza. Dann liegt es an der Eigenverantwortung jedes einzelnen Bürgers. Aber wenn ich an die Heerscharen von Ignoranten und Impfgegnern denke schwant mir dass wir Jahrzehnte mit dem Virus zu tun haben.

erstdenkendannsprechen
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auch ohne impfung würde das gehen.

in geschätzt ca. 10 jahren vielleicht.

herwig67
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Hoffentlich

gibt's bald eine Impfung. Wenn sich zumindest 2/3 der Bevölkerung impfen lassen würden, kann man endlich wieder einigermaßen normal leben. Und an die Impfgegner: Dank Euch kommen z.B. wieder verstärkt die Masern zurück..waren eigentlich dank der Impfung schon ausgerottet. Also impfen gehen und Leben retten!

Landbomeranze
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@Herwig: Ich denke schon, dass sich die Ignoranten nicht impfen lassen.

Es sind zum Teil dieselben Typen, die uns den zweiten Lockdown bescheren werden. Ich war heute tanken. Da gehen die, die an der Theke der Tankstelle ihr Bier runterschütten, mit der Maske in der Hand in das Lokal und schlichten sich an der Theke ohne Mindestabstand. Darauf angesprochen, dass es Maskenpflicht bei Betreten des Verkaufsraumes gibt, erhält man zur Antwort "Scheiß Corona".

Lilithwashere
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herwig

Sind SIE bei den ersten die sich impfen lassen dabei oder sollen lieber die anderen Bürger ein Risiko eingehen, damit SIE normal leben können?

Amadeus005
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Wenn es keinen Engpass mehr gibt

Dann kann man normal leben. Zumindest die, die geimpft sind. Wenn die Impfstoffverfügbarkeit kein Thema ist, dann sind fast alle Anderen selbst schuld. Leider abgesehen von den, die zu schwach für die Impfung sind.

erstdenkendannsprechen
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ich denke, es würde ev. schon besser werden,

wenn so viel impfstoff verfügbar ist, dass risikogruppen oder menschen in berufen, in denen sie stark mit virus in kontakt kommen könnten, geimpft werden.

Stemocell
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Die Impfskepsis in der Bevölkerung?

Hmmm, woher die wohl kommt?
Möglicherweise hat sich die Bevölkerung darüber informiert, dass es normalerweise Jahre dauert, bis ein Impfstoff sicher und unbedenklich ist. Vielleicht erinnert sich die Bevölkerung daran, was im Jahr 2009 passiert ist: Eine völlig verkorkste Impfkampagne wegen einer ungefährlichen Krankheit. Die Folgen waren erwiesenermaßen schwerwiegender, als die Schweinegrippe an sich. Vielleicht fragt sich die Bevölkerung, warum Genmanipulation in der Landwirtschaft verpöhnt und verboten ist, am eigenen Körper aber völlig okay sein soll. Stichwort: mRNA-Impfung...
Ich bin kein Impfgegner, ich habe mich in meinem Leben so ziemlich gegen alles impfen lassen, was für mich gefährlich werden könnte: Zecken, HepC, Polio, Masern etc, etc...
Als junger, gesunder Mensch frage ich mich dennoch: Warum sollte ich mich einer riskanten Impfung gegen eine Krankheit unterziehen, die für mich mit enormer Wahrscheinlichkeit völlig ungefährlich ist?

Ifrogmi
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jaja, fragen sie sich halt einmal ...

... ob ihnen das risiko wert ist den lottotreffer zu machen und lebenslang atmungsbehindert zu sein oder sonstwas.
ihre einstellung, anstatt sich mit überschaubaren nebenwirkungen impfen zu lassen, einfach das leben und die gesundheit der anderen zu riskieren spricht bände über ihren charakter oder ihre denkfähigkeit.

hermannsteinacher
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Das sollten sich

alle fragen!

checker43
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Falsch

informiert halt. Wir haben hier kein "normalerweise", die Arbeit wird mit Hochdruck vorangetrieben. Außerdem gehts beim RNA-Impfstoff schneller als bei früheren Methoden. Und drittens kennt man das Virus recht gut. Bei der Grippe habens auch jedes Jahr einen neuen Impfstoff, der braucht auch nicht 6 Jahre ...

Und es werden keine Gene manipuliert durch den Impfstoff. Auch falsch informiert.

Die Impfskepsis in der Bevölkerung entsteht vorwiegend durch die Verbreitung solcher Unwahrheiten.

Stemocell
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Moment mal...?

Man kennt das Virus recht gut? Macht Sinn, deswegen sind ja auch fast täglich Artikel über neue Erkenntnisse in den Zeitungen. Mal verbreitet es sich besser über Aerosole, mal besser über Tröpfen, dann wieder über Schmierinfektion. Man weiß noch nicht einmal sicher, wie das Virus ursprünglich überhaupt auf den Menschen übersprang. Auch, ob eine dauerhafte Immunität überhaupt möglich ist, weiß man nicht.
Dies wäre der erste mRNA-Impfstoff, der überhaupt jemals für den Menschen zugelassen wurde/wird. Über die möglichen Folgen von Genmanipulation ist so wenig bekannt, dass hundertausende Menschen in der EU dagegen protestieren und sogar unsere Lebensmittel Aufkleber mit ‚Gentechnikfrei’ haben. Warum um alles in der Welt glauben Sie, dass das alles von heute auf morgen keine Gefahr mehr darstellt?
Auszug aus dem Wiki-Artikel über RNA Impfstoffe:
‚Bei genetischen Impfstoffen kommt es zu einer Manipulation der Proteinbiosynthese in unseren Zellen‘. Für Sie keine Genmanipulation?

Bluebiru
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@Stemocell

Weil diese Krankheit auch bei einem leichten Verlauf in sehr vielen Fällen dazu führt, dass der IQ sinkt?

 
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