Vier Monate lang soll in sechs ausgewählten Pariser Parks nicht geraucht werden - die Stadt will damit gegen das Passivrauchen vorgehen, aber auch die Sauberkeit verbessern. An den Eingängen der Parks weisen Schilder auf die neue Regel hin. Es handelt sich überwiegend um kleinere Grünanlagen, etwa den versteckt gelegenen Anne-Frank-Garten in der Nähe des Kunstmuseums Centre Pompidou oder den 1000 Quadratmeter großen Jardin Yilmaz Güney im zehnten Stadtbezirk.

Der "Anne Frank"-Garten in der Nähe des Museums Centre Pompidou in eine der Grünflächen, die testweise zur rauchfreien Zone erklärt werden
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Die großen, auch von vielen Paris-Urlaubern frequentierten Parks wie der Tuileriengarten neben dem Louvre-Museum oder der Jardin du Luxembourg sind nicht betroffen. Der Anfang des Monats vom Stadtrat beschlossene Test läuft seit vergangener Woche, Geldstrafen für Raucher sind dabei allerdings nicht vorgesehen. Nach vier Monaten sollen die Erfahrungen ausgewertet werden - dann könnte auch über ein permanentes Verbot gesprochen werden.

Große Parks, die auch stark von Touristen frequentiert werden, wie etwa der Jardin du Luxembourg sind vom Rauchverbot noch nicht betroffen
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Auch auf nationaler Ebene hat Frankreich zuletzt den Kampf gegen Zigarettenkonsum verschärft. Die Regierung will den Preis einer Schachtel Zigaretten bis 2020 auf zehn Euro anheben. Seit der Wahl von Präsident Emmanuel Macron wurden die Preise bereits zweimal angehoben, im März um fast einen Euro durchschnittlich etwa 7,90 Euro für 20 Zigaretten. Schon seit 2008 darf in französischen Bars und Restaurants nicht mehr geraucht werden, seit Anfang 2017 sind Markenlogos auf Zigarettenschachteln verboten.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sank die Zahl der täglichen Raucher in Frankreich 2017 um eine Million gegenüber dem Vorjahr. Der Zigarettenverkauf war leicht rückläufig (minus 0,15 Prozent)