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Familiengeschichte: Klaus EberhartingerBraune Brüder und rot-weiß-rote Straußenvögel

EAV-Sänger und Dancing-Star-Moderator Klaus Eberhartinger über seine wilde Kindheit in Braunau, sein Elternhaus, eine verhinderte Yale-Zukunft und rot-weiß-rote Straußenvögel.

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Klaus Eberhartinger
Klaus Eberhartinger © ORF
 

Geboren wurde ich in Gmunden. Viel später erst hab ich das grün-gestreifte G’schirr von dort gesehen und mir gedacht: „Keine Ahnung, warum das Zeug so berühmt ist.“ Aufgewachsen bin ich in St. Gilgen am Wolfgangsee, und von dort gibt es eine frühkindliche Erinnerung: Ich ging in den Kindergarten, der von den Flügelhaubenschwestern, also den Pinguinen, geleitet wurde. Einmal hab ich etwas fallen gelassen und wurde als Strafe in ein Besenkammerl gesperrt. Das war schlimm. Ich habe heute noch Panik, wenn ich daran denke.
Als ich circa vier Jahre alt war, bin ich mit meiner Familie nach Braunau gezogen. Mein Vater, ein Erdöltechniker, hat in der Ölraffinerie dort gearbeitet. Er war quasi das schwarze Schaf der Familie. Die anderen waren Ärzte oder Konzertpianisten, er hat Chemie studiert. In Braunau hat’s mir als Bub sehr gut gefallen. Die Auen neben dem Inn, Baumkraxeln, Gefechte mit Jugendbanden, herrlich! Es gab zwei Volksschulen, eine davon wurde Prolo-Schule genannt. Dort waren arge Figuren, richtig wilde Hund’. Als Kind hat man ja keine sozialen Werte, die man sucht, ablehnt oder verteidigt. Für mich waren das einfach interessante Typen. Und von denen hab ich viel gelernt: raufen, fladern. Kurz: Ich ging in diese Prolo-Schule. Diese Abhärtung hat mich später, als Mittelschüler, gerettet, weil die wurden natürlich von den wilden Hunden heftig angeknurrt. Motto: „A blödes Wort und dei Haut hängt beim Taschlmacher.“

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