Dass der Preis nicht immer mit der Qualität übereinstimmt, zeigt eine Prüfung des Magazins Ökotest. Teure Bodylotions sind in Sachen Qualität nämlich durchgefallen. 35 Lotionen, Balsame und Cremes, davon 13 Naturkosmetik-Artikel, wurden unter die Lupe genommen. Darunter befanden sich unter anderem auch drei mit Markendüften parfümierte Lotionen, weil diese gern zu Weihnachten verschenkt werden, wie Ökotest erklärte. Diese drei – 21,33 bis 40 Euro pro 200 Milliliter – und drei andere Artikel schnitten mit "ungenügend" ab.

Sehr gute Noten für Billigprodukte

Viele "Sehr gut" gab es dagegen für preisgünstigere Produkte, darunter drei um 38 Cent pro 200 Milliliter, und elf der 13 Naturkosmetik-Erzeugnisse. Die restlichen beiden erhielten ein "Gut". Sechs von den konventionellen Lotionen erhielten die Gesamtnote "sehr gut", zwei ein "gut".

In den "ungenügend" oder "mangelhaft" bewerteten Cremen fanden die Experten bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe wie auf Erdöl basierende Paraffine, in einem Produkt waren es mehr als 15 Prozent. Auch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH), zu denen auch krebserregende Verbindungen gehören, und PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Fremd- und Schadstoffe machen können, wurden gefunden. Sogenanntes Butylhydroxyltoluol (BHT), das im Verdacht steht, wie ein Umwelthormon zu wirken und Chlorpehesin, eine halogenorganische Verbindung, die zu Hautirritationen führen kann, befanden sich ebenfalls in den getesteten Cremen. In einigen Lotionen führten Duftstoffe mit allergischem Potenzial wie Cinnamal oder Hydroxycitronellal zu Abzügen.

Haut nimmt Pflege nass besser auf

Ökotest rät bei trockener Haut dazu, sich gleich nach dem Duschen einzucremen, denn in nassem Zustand nehme die Haut Pflegestoffe besser auf. Eine Creme solle Lipide und Feuchtigkeit zurückgeben. Wenn man eine Lotion aus dem Sommer verwendet, die zu wenig Fett bietet, reicht es, in der Hand einen Tropfen Körperöl unterzumischen, gab das Magazin einen Upcycling-Tipp.