Das hundsordinäre Butterbrot hat anscheinend ausgedient. Seit wenigen Wochen trenden auf TikTok nämlich sogenannte "Butter Boards". Was das soll? Foodies posten auf TikTok gerade Videos, auf denen sie ein Holzbrett mit Butter bestreichen, es mit Kräutern und anderen Zutaten garnieren und den Belag anschließend mit einem Brot abkratzen, um es zu verspeisen.

Als erste hat Justine Doiron das Butter Board veröffentlicht. Von ihr aus ging der Trend los
© Justine Doiron

Losgetreten hat den Hype ein Videorezept der Food-TikTokerin @justine_snacks, das bisher mehr als 8,6 Millionen Mal angesehen wurde. Dass das Ganze jedoch hervorragend funktioniert und auch schmeckt, erklärt Foodboom-Gründer Hannes Arendholz im Interview.

Wie hat sich der Trend eigentlich entwickelt?

HANNES ARENDHOLZ: Das ist wirklich verrückt, innerhalb von 48 Stunden hatten wir auf TikTok 1,5 Millionen rein organische Aufrufe. Das, was wir beobachten können, ist, dass jetzt wirklich überall Butter aufs Brett geschmiert wird. Ich gehe stark davon aus, dass bald Butter Boards in Restaurant angeboten werden.

Wenig Cringe, dafür viel Boom: Hannes Arendholz bringt mit Foodboom kulinarischen Lifestyle ins Netz
© Foodboom

Und seit wann wird Butter aufs Brett geschmiert?

Stand heute, mit Ihrer Anfrage, vor exakt neun Tagen.

Man kann die Butter vorher etwas glattrühren oder nimmt einfach direkt weiche Butter aus der Verpackung
© Ruta

Welche Details sind wichtig. Auf was sollte man als Brettbeschmier-Neuling achten?

Ganz wichtig: Die Butter braucht Zimmertemperatur, damit sie sich gut auf dem Brett verteilen lässt. Die Butter sollte etwa 0,5 Zentimeter dick geschmiert sein, dann vermischt sich der Belag perfekt mit Butter und Brot. Ansonsten ergibt sich zu viel Butter im Mund. Für den Belag empfehle ich, was sich das Herz wünscht. Wir haben mittlerweile auch Kartoffelchips darauf. Kurzum: Das Board kennt keine Grenzen.

Lässt sich ein Butter Board auch gut essen oder ist es vor allem nur schön anzusehen?

Im ersten Moment war ich skeptisch. Bei der Zubereitung ist mir eingefallen, wie genial und einfach diese Idee dennoch ist. Selbst im weltberühmten "noma" in Kopenhagen haben wir Butter aufgeschlagen, mit Salz abgeschmeckt und mit Brot gereicht. Jeder von uns isst doch gerne Kräuter-, Tomaten-, Knoblauch-, gesalzene oder auch Olivenbutter.

Und welche Butter eignet sich am besten?

Aufgrund des wahnsinnigen Rohstoffpreises empfehle ich die ganz normale Butter, ohne zugesetzten Geschmack, Luft oder irgendeine Schmiererleichterung.