Schultasche, Jause, Hefte & Co. Vier Tipps für einen gelungenen Schulstart

Worauf man beim Kauf von Schultasche, Heften und Spitzern sowie beim Packen der Jausenbox achten sollte.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© hailey_copter - stock.adobe.com
 

Die Schultasche.
Natürlich soll sie nicht nur praktisch sein. Die Schultasche muss auch gefallen, vor allem in den Augen des Schulkindes. Eltern hingegen sollten bei der Auswahl auch darauf achten, dass die Schultasche auch ergonomisch die richtige ist, um Rückenproblemen vorzubeugen.
Am wichtigsten ist, dass die Schultasche einen guten Sitz zeigt.

Überraschungseinkäufe oder Bestellungen aus dem Internet sind daher nicht zu empfehlen. Vielmehr sollte die Schultasche anprobiert und getestet werden: Auf einen guten Sitz mit T-Shirt aber auch mit dicker Jacke wird ebenso geachtet wie darauf, ob die Riemen rutschen oder ob das Kind beim Tragen eine unerwünschte Haltung einnimmt. „Generell ist wichtig, dass die Tragegurte ausreichend breit und gut einstellbar sind, nicht drücken und die Last gleichmäßig verteilen“, so Peter Ferlic von der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie der Med-Uni Graz.

Es sollte auch regelmäßig überprüft werden, was wirklich hin- und hergetragen werden muss. „Der Schlüssel für ein rückengesundes Schuljahr sind neben einer gut gewählten Schultasche insbesondere regelmäßige Bewegung und ein fitter Rücken zum Ausgleich der neuen Belastungen“, fasst Ferlic zusammen.

Frühstück und Jause

Damit das Köpfchen während des Unterrichts mitarbeiten und seine volle Leistung bringen kann, muss auch der Bauch richtig gefüllt werden. Die Schuljause darf in diesem Fall aber nicht alleinstehend gesehen werden. Sie sollte dem Frühstück angepasst sein. Haben Kinder jedoch morgens keinen Appetit, sollten sie zumindest ein warmes Getränk wie Kakao, Milch oder ungezuckerten Tee zu sich nehmen. Und auch die Jause muss später größer ausfallen, damit sie im Laufe des Tages mit Nährstoffen versorgt sind.

Bei der Schuljause kommt man um den Begriff Hirnfutter nicht herum. Das beste Hirnfutter ist eine ausgewogene, vollwertige Mischkost. Sie besteht aus genügend Kohlenhydraten, die das Gehirn mit Energie versorgen sowie aus Eiweißen und guten Fettsäuren. Besonders gut für die kindliche Leistungsfähigkeit sind aber auch Nüsse, Gemüse und Obst. Zuletzt genanntes wird am besten in kleine, mundgerechte Stücke geschnitten, dann lassen sich Kinder auch schneller zum gesunden „Naschen“ verleiten, denn das Auge isst mit. Auch genügend Flüssigkeit unterstützt schlaue Köpfe beim Lernen – mindestens sechs Gläser Wasser, Tee oder gespritzte Fruchtsäfte sollten es über den Tag verteilt sein.

Kosten für Schulutensilien.
Bevor die Schule losgeht, steht zumeist ein Großeinkauf an. Hefte, Füllfeder, Wachsmalkreiden – der Schulbeginn kostet. Damit die Geldbörse nicht übermäßig strapaziert wird, rät die Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich zum Preisvergleich. Einkäufe in zwölf Geschäften ergaben Warenkorbpreise von 56 bis 105 Euro für Erstklässler in der Volksschule, 78 bis 176 für jene in der Mittelschule. Es lassen sich damit also 49 bzw. 98 Euro und damit fast oder mehr als die Hälfte sparen.

Durch das gezielte Nutzen von Aktionspreisen und den Verzicht auf Markenprodukte lasse sich richtig Geld sparen, betonten die Konsumentenschützer. Sie empfehlen, schon vor dem Einkauf Preise zu vergleichen und Aktionen zu nutzen. Sparpotenzial bergen vor allem Produkte wie Zirkel, Füllfeder und Schere. Zirkel können mit 19,99 Euro, aber auch nur mit 1,99 Euro zu Buche schlagen. Beim Füller beträgt der Unterschied acht und bei der Schere fünf Euro.

Nicht nur Geld, sondern auch Zeit sparen können Eltern und Kinder mit Shoppinglisten. In zahlreichen Geschäften kann man eine Liste der benötigten Schulutensilien abgeben und das fertig zusammengestellte Paket zu einem vereinbarten Zeitpunkt abholen.

Gesund und nachhaltig

Ein neues Schuljahr bedeutet neue Hefte, vielleicht auch noch Stifte und Mappen. Neben der Vorfreude landen damit oft auch Schadstoffe in der Schultasche und schließlich in Kinderhänden. Blei- aber auch Buntstifte können Schwermetalle enthalten. Daher sind unlackierte Stifte zu bevorzugen, weil Kinder dazu neigen, sie in den Mund zu nehmen und darauf herumzukauen.

Bei Heften oder Blöcken sollte man auf Gütesiegel wie das „Österreichische Umweltzeichen“ achten. Es garantiert, dass sie zu 100 Prozent aus recyceltem Papier bestehen. Auch bei Gel- oder Tintenstiften zu Produkten mit dem Siegel greifen. Sie sind auf Schadstoffe getestet, aus recyceltem Kunststoff hergestellt und nachfüllbar. Die zwei Wörter „ohne Lösungsmittel“ sollten beim Kauf von Klebstoffen im Sinne des Kindes und der Umwelt entscheidend sein.

Um Plastikmüll einzusparen, sollten Lineale am besten aus Holz und Spitzer aus Metall sein. Auch eine wiederverwendbare Pausenbox aus Recycling-Kunststoff hilft beim Müllsparen. Weitere Info: www.schuleinkauf.at

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!