Er ist seit 2006 Intendant am Theater in der Josefstadt in Wien, ein streitbarer Polterer in öffentlichen Debatten - und die Auslastung stimmt: Doch nun erheben in einem Bericht des „Standard“ ein Dutzend aktuelle und ehemalige Angestellte schwere Vorwürfe gegen den Führungsstil von Theaterdirektor Herbert Föttinger. Schauspielerinnen, Regieassistenten, Techniker, Maskenbildnerinnen und Ankleiderinnen schildern eine „permanente Angststimmung“ und berichten von Wutorgien und Drohungen – auch bei Produktionen, in denen der Intendant involviert ist. Ein Schauspieler erinnert sich, dass Demütigungen auf Proben „ganz normal“ seien. Monatelang haben die beiden Journalistinnen recherchiert, viele der im Text zu Wort kommenden Personen bleiben aus Angst vor Konsequenzen anonym, untermauern ihre Aussagen aber mit eidesstattlichen Erklärungen.
Sexuelle Belästigung, Wutausbrüche, Demütigungen
Schwere Vorwürfe gegen Direktor Föttinger und das Theater in der Josefstadt
Eine Recherche des „Standard“ zeigt, dass der Theaterdirektor an seinem Haus Maßnahmen gegen Gewalt und sexuelle Belästigung verhindert haben soll. Föttinger erklärte, er müsse an seinem Verhalten arbeiten. Wie offizielle Stellen reagieren.
© APA / Helmut Fohringer