Ein DJ auf der Song-Contest-Bühne ist nichts Neues, damit sind in der jüngeren ESC-Geschichte schon mehrere Länder angetreten. Aber natürlich braucht DJ Lumix (19), der bei der 66. Ausgabe des größten Musikbewerbs der Welt für Österreich an den Start geht, eine Sängerin. Gefunden hat sie der gebürtige Oberösterreicher, der mittlerweile in Mailand lebt, in Innsbruck: Pia Maria, 18-jährige Maskenbildnerin am Landestheater Tirol, träumt seit Jahren von einer Pop-Karriere und überzeugte DJ Lumix, der bürgerlich Luca Michlmayr heißt, mit ihren Demo-Aufnahmen, die sie an die Plattenfirma geschickt hatte.

Das Duo hat sich also speziell für den ESC formiert – danach werden beide wieder ihre eigenen Wege gehen. Luca, der sich noch daheim im Jugendzimmer in Rohrbach das Produzieren und Mischen von Songs beigebracht hat, ist schon seit 2018 im Geschäft: Da wurde seine Debütsingle „Underground“ veröffentlicht. Es folgten Titel wie „Bounce United“ oder „Jägermeister“. Zum Welthit wurde seine Zusammenarbeit mit dem Italiener Gabry Ponte, der Ende der 1990er-Jahre mit dem Eurodance-Projekt „Eiffel 65“ die Charts stürmte. Der gemeinsame Ohrwurm „Monster“ wurde 2019 veröffentlicht und konnte seither auf Spotify 200 Millionen Streams und auf YouTube rund 80 Millionen Zugriffe lukrieren.


Ponte ist auch Co-Autor vom Dancepop-Titel „Halo“, mit dem Österreich heute Abend in Turin durch das erste Halbfinale muss. Bei den letzten Song Contests wurde das Finale mit den Balladen von Paenda bzw. Vincent Bueno ja verpasst, DJ Lumix & Pia Maria wollen nun mit Party-Stimmung ins Finale einziehen.

Als Startnummer haben die beiden die vermeintliche Unglücksnummer 13 ausgefasst. Aber bisher erwies sich diese Zahl als gar kein schlechtes Sprungbrett für heimische ESC-Beiträge. So startete Cesar Sampson in Lissabon 2018 in seinem Halbfinale von diesem Startplatz – und erreichte schließlich Rang 3 im Finale.