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Im Fernsehen"Viva la Vulva" macht ein Tabu zum Thema

Verschwiegen, verteufelt, verstümmelt: Filmemacherin Gabi Schweiger befasst sich in ihrer TV-Doku "Viva la Vulva" mit dem weiblichen Geschlechtsteil.

Janelle Monae und Tänzerinnen im Video zum Song "Pynk" © Videostill
 

Als Popsängerin Janelle Monae im Vorjahr das Video zu ihrem Song "Pynk" präsentierte, sorgten die Bilder weltweit für Furore. Die bauschigen rosa Hosen, in denen sich die Tänzerinnen da bewegten, erinnerten eindeutig an das weibliche Geschlechtsteil. In zahlreichen Magazinartikeln wurde Form und Look besprochen - und sogar, ob die Hosen bald käuflich zu erwerben sein würden, war plötzlich ein Modethema.

Fällt da ein Tabu? Über die Vulva spricht man nicht - die Regel galt bisher. Im Sprachgebrauch taucht sie international höchstens als Schimpfwort auf. Viele Synonyme klingen geringschätzend, vulgär, bös, gelegentlich verniedlichend und dann albern, nie selbstbewusst und damit zumeist so ganz anders, als jene für das männliche Gegenstück.

In einigen Kulturen wird sie verstümmelt, in der westlichen Kultur haben schönheitschirurgische Korrekturen an ihr Konjunktur. Und während vieles als "phallisch" bezeichnet wird, ist ein solcher Begriff für sie nicht einmal existent. In Geschichte und Mythologie wurde die Vulva verteufelt, hatte aber auch starke Zeiten.

In ihrer Dokum "Viva La Vulva" untersucht nun Filmemacherin Gabi Schweiger den gesellschaftlichen Umgang mit dem weiblichen Geschlechtsteil in Gegenwart und Vergangenheit und lässt dabei Künstlerinnen, Therapeutinnen und politische Aktivistinnen Hintergründe und Zusammenhänge der Beobachtungen erläutern. Zu sehen ist  "Viva La Vulva" am 24. Februar um 23.05 Uhr als dokFilm auf ORF 2.

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