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Nach Schmidt-AbsageVolksanwaltschaft prüft KHM-Nachbesetzung

Nach Volksanwalt Walter Rosenkranz habe es schon im Frühjahr Anzeichen gegeben, dass Schmidt weiter an den Uffizien in Florenz bleiben wolle und nicht beabsichtige, nach Wien zu kommen.

Das Kunsthistorische Museum in Wien
Das Kunsthistorische Museum in Wien © APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)
 

Für viel Aufregung hat die kurzfristige Absage von Eike Schmidt als künftiger Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums (KHM) in Wien gesorgt. Während Sabine Haag nun weiter interimistisch den Museumsverband leitet, hat die Volksanwaltschaft Wien ein Prüfverfahren über die Nachbesetzung Schmidts eröffnet, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

Demnach hat Volksanwalt Walter Rosenkranz bei Kulturminister Alexander Schallenberg "um Aufklärung und Übermittlung der bezughabenden Akten gebeten". Es habe bereits im Frühjahr Anzeichen gegeben, dass Schmidt weiter an den Uffizien in Florenz bleiben wolle und nicht beabsichtige, nach Wien zu kommen. "Wenn dies durch einen schlechten Vertrag seitens des Kunstministeriums gefördert worden sein sollte, ist dies ein klarer Fall für eine entsprechende Aufklärung", so Rosenkranz.

Außerdem will die Volksanwaltschaft angesichts des Frauenfördergebots nach dem Bundesmuseengesetz wissen, "aufgrund welcher Überlegungen das Bundesministerium Herrn Schmidt als höherqualifiziert einstufte, als die seit zehn Jahren erfolgreiche KHM-Direktorin Sabine Haag", so Rosenkranz. Schmidt war im September 2017 vom damaligen Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) als künftiger KHM-Generaldirektor präsentiert worden.

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