Im September 1969 rief Helmut Wobisch Gerda Fröhlich an, die damals als fertige Theaterwissenschaftlerin gerade ihre Fühler nach Deutschland ausstreckte: „Das neue Festspiel könnt was werden! Na, Mädchen, traun S´Ihnen?“, fragte er die gebürtige Wienerin. Und Gerda Fröhlich traute sich nicht nur, sie hat den Carinthischen Sommer maßgeblich geprägt, erst an der Seite von Wobisch, nach dem Tod des CS-Gründers und Wiener Philharmonikers von 1980 bis 2003 selbst als Intendantin – übrigens weit und breit die erste Frau in dieser Rolle. „Auf der Suche nach dem besten Mann kamen die Kärntner drauf, dieser sei eine Frau“, schrieb damals der Kulturjournalist Franz Endler. Heute (7. November) ist die ehemalige Festivalchefin, die in Villach eine neue Heimat fand, kurz nach ihrem 82. Geburtstag verstorben.