Wer hat schon einmal eine Erhu gehört? Diese zweisaitige mit einem Bogen zu spielende Röhrenspießlaute erzeugt nämlich einen ganz speziellen Klang. Guo Gan ist ein Meister auf diesem chinesischen Instrument. Das bewies er jetzt bei der Ouvertüre des 17. Gitarrenfestivals in der Millstätter Stiftskirche mit seinem einzigartigen Stil. Solistisch höchst virtuos bei einer von ihm arrangierten chinesischen Komposition „Horse Race“, bei welcher man die Pferde tatsächlich galoppieren hörte. Aber auch mit großer Emotionalität gemeinsam mit der Initiatorin, Moderatorin und Gitarristin Julia Malischnig bei eigens arrangierten Stücken wie der „Morgenstimmung“ von Edvard Grieg oder dem „Ständchen“ von Franz Schubert aber auch bei „Alfonsina y el Mar“, gemäß dem Motto des Konzerts „See & Meer“, dem Malischnig ihre ausdruckstarke Stimme lieh. Besonders hinreißend wurde „Asturias“ von Isaac Albéniz musiziert. Das Kärntnerlied „Übarn See sing i ume“ folgte als Zugabe, zu dem Guo Gan zum Finale zum Gaudium des Publikums jodelte.
La Guitarra Millstatt
Ungewohnte, faszinierende und meditative Klänge
Kritik.
Ouvertüre des Gitarrenfestivals mit Guo Gan und Julia Malischnig sowie dem Manu Delago Ensemble mit selten zu hörenden Instrumenten