Zur Feier des Tages hatte er sogar eine Krawatte umgebunden. Und zu feiern hatte der Schweizer Juror Philipp Tingler viel, waren doch beide von ihm nominierten Schriftsteller unter den Preisträgern. Der Deutsche Denis Pfabe erhielt den Deutschlandfunkpreis (12.500 Euro) für „Die Möglichkeit einer Ordnung“, einen Text, der im Baumarkt spielt und die Geschichte eines Verlustes erahnen lässt. Mit Tijan Sila gewann ein gebürtiger Bosnier, der mit 13 Jahren als Kriegsflüchtling nach Deutschland kam, den mit 25.000 Euro dotierten 48. Ingeborg-Bachmann-Preis (ein Porträt lesen Sie hier). In „Der Tag, an dem meine Mutter verrückt wurde“ erzählt Sila „mit einem Ton unsentimentaler Lakonie“ (Tingler) die Geschichte einer Familie und ihrer Kriegstraumata. Jurorin Mithu Sanyal über den Text, der sie „umgehauen hat“: „Der Krieg ist vorbei, aber er ist nicht vorbei, er wütet in den Menschen weiter.“
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