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Jakob StolzDer vergessene Sohn der Stadt Graz

Am Sonntag (2. Juni) jährt sich der Todestag von Jakob Stolz zum 100. Mal. Der Vater des Operettenkönigs Robert Stolz war eine Zentralfigur im steirischen Musikleben des 19. Jahrhunderts.

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Die vielfach prägende Künstlerpersönlichkeit Jakob Stolz (1832–1919) © KK
 

Musik und Graz und Stolz? Dabei kann es sich doch nur um Robert drehen, den König der leichten Muse, dessen ganze Welt himmelblau war, bis die braunen Horden kamen. Aber nein, so einfach ist das nicht. Erstens gab es ja den ebenfalls komponierenden und dirigierenden älteren Bruder Leopold. Und zweitens sogen beide die Musik mit der Vatermilch auf.

Jakob Stolz hatte mit der Pianistin Ida Stolz neben den zwei von klein auf talentierten Buben weitere elf Kinder. Und noch unzählige andere Schützlinge dazu, die er ab 1857 in die Zauberwelt des Singens und Musizierens führte. Nämlich als Inhaber einer Musikschule, zunächst im heutigen Amtshaus in der Schmiedgasse und dann im Familienwohnhaus am Mehlplatz – im Palais Inzaghi, in dem Bruckner, Brahms, Strauß oder Verdi verkehrten und das ab 1990 kurzzeitig und mit unrühmlichem Ende zum Robert-Stolz-Museum werden sollte.

Jakob Stolz war aber nicht nur ein maßgeblicher Lehrer für Generationen, „sondern die zentrale Figur im steirischen Musikleben des 19. Jahrhunderts und einer der produktivsten Komponisten des Landes, zudem wies er mit mehr als 60 Jahren als Solist und Kammermusiker am Klavier eine unvergleichlich lange Konzertkarriere auf“, sagt Clemens Anton Klug. Der 44-jährige Künstlermanager muss es wissen, hat er doch an der Kunstuniversität Graz seine Dissertation über jenen Mann verfasst, der laut Nachruf im Juni 1919 in der Kleinen Zeitung in seinem Künstlerleben „so reiche Arbeitsfrüchte hinterließ, dass der Name Jakob Stolz unvergessen bleiben wird.“

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