Wie haben Sie Gerard Deparideu für „Robuste“ gewonnen? Sie haben ja schon bei zwei Ihrer Kurzfilme mit ihm zusammengearbeitet.
Constance Meyer:
Es ist sehr schwierig, den Film zu erzählen, weil er sehr einfach ist. Es geht nur um die Begegnung zwischen einem berühmten desillusionierten Schauspieler und seiner Leibwächterin. Ich habe Gérard einfach das fertige Drehbuch entdecken lassen. Seine Reaktion war so etwas wie „Es sind zwei einsame Figuren, die in einem Aquarium voller Fruchtwasser schwimmen.“ Das ist seine ganz eigene Art, über Drehbücher zu denken.

Demnach hat ihm die seltsame Figur des Schauspielers gefallen?
Er hat natürlich gesagt, „Oh, dieser Typ sieht ein bisschen aus wie ich.“ Aber er hat die Figur nie mit sich selbst in Verbindung gebracht, was ich sehr interessant finde. Natürlich spiele ich mit seiner öffentlichen Persona. Aber es ist kein Biopic über Depardieu. Ich wollte nicht, dass er in einer Art autobiografischem Schauspiel gefangen ist. Sondern dass er George als eine Figur betrachtet, die nicht er ist, auch wenn er ihm ähnlich sieht.

Sie hatten ihn also von Anfang an im Kopf?
Es war mehr als das! Die beiden Schauspielenden waren gewissermaßen der Ausgangspunkt für die Inspiration. Der Ursprung war mein Wunsch, etwas für Déborah Lukumuena und für Gerard Depardieu zu schreiben. Ich weiß nicht, warum, es ist keine intellektuelle Idee. Ich wollte mit ihr arbeiten und ich wollte wieder mit ihm arbeiten. Und dann kam die Idee, dass sie seine Leibwächterin sein könnte.

Der Film ist auch ein Blick hinter die Kulissen der Filmwelt aus der Perspektive des Schauspielers. Was hat Sie an diesem Meta-Ansatz gereizt?
Nun, ich war schon immer ziemlich amüsiert, was da dahinter steckt. Die Entstehung eines Films ist ein verrückter Prozess und sehr intensiv. Und es gibt dem Film eine komische Dimension und fühlte sich ganz natürlich an.