Gérard Depardieu ist ein berühmter Schauspieler. In „Robuste“ spielt er nun den resignierten Filmstar Georges. Als sein Gegenüber platziert Debütregisseurin Constance Meyer den Mitte zwanzigjährigen Shootingstar Déborah Lukumuena. Aïssa soll Georges als Bodyguard bewachen. Aber dazu gehört weniger der Schutz vor anderen als vor sich selbst. Denn der gelangweilte Schauspielstar büxt gerne aus, vergisst alles und braucht insgesamt ordentlich Assistenz in seinem Alltag. Was nach einer seichten französischen Komödie mit politisch noch seichteren Anspielungen auf Aïssas afro-französische Herkunft klingt, erweist sich ganz im Gegenteil als sensibles Charakter-Drama mit melancholischer Stimmung. Als Eröffnungsfilm der Cannes-Sektion Semaine de la Critique ist „Robuste“ dabei nur nebenbei in einigen Szenen an süffisanten Kommentaren über den Filmbetrieb interessiert.
Film der Woche
"Robuste": Die Leibwächterin des Filmstars
Im Debütfilm von Constance Meyer überzeugt Gérard Depardieu als alternder Filmstar, der immer wieder die Kontrolle über sich selbst verliert.
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