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Interview und Filmkritik"The Midnight Sky": George Clooney allein in der Arktis

George Clooney kämpft sich als Regisseur und Schauspieler in „The Midnight Sky“ (ab Mittwoch Netflix) durch die Arktis. Der Star über das Älterwerden, seine Kinder und darüber, was Weihnachten für ihn bedeutet.

George Clooney in "The Midnight Sky"
George Clooney in "The Midnight Sky" © NETFLIX (NETFLIX)
 

Was hat Sie bewogen, „The Midnight Sky“ (Netflix) zu produzieren, Regie zu führen und die Hauptrolle zu spielen?
GEORGE CLOONEY: Hauptbeweggrund war die Frage, warum wir Menschen unseren blauen Planeten zerstören. Die Handlung spielt auf zwei Ebenen, einmal im Weltraum und das andere Mal auf der Erde. Ich verkörpere den Astronomen Augustine Lofthouse, der nach einer globalen Katastrophe in der Arktis zurückgeblieben ist. Augustine findet ein siebenjähriges Mädchen, das sich bei der Evakuierung versteckt hat. Eine Herausforderung war, einem Mädchen, das noch nie in einem Film mitgespielt hat, Regieanweisungen zu geben und gleichzeitig mit ihm vor der Kamera zu arbeiten.

Das Drehbuch basiert auf dem Roman „Good Morning, Midnight“ von Lily Brooks-Dalton. Was nicht im apokalyptischen Buch vorkommt, ist die Schwangerschaft der Missionsleiterin Sully, die von Felicity Jones verkörpert wird.
GEORGE CLOONEY: Geplant war die Schwangerschaft in „The Midnight Sky“ auch nicht! Aber Anfang Oktober ruft mich Sully-Darstellerin Felicity Jones an und verkündet, sie ist schwanger. Meine erste Reaktion darauf: „Gratuliere – und schöner Mist!“ Felicity filmte im Oktober noch nicht. Ihre Dreharbeiten waren für Anfang Jänner vorgesehen und zu dem Zeitpunkt würde man ihr Bäuchlein nicht mehr kaschieren können.

Zu welcher Lösung sind Sie gekommen?
GEORGE CLOONEY: Je mehr ich mit meinem Co-Produzenten Grant Heslov darüber diskutierte, desto besser gefiel uns die Idee der Schwangerschaft im Weltall. Astronauten sind zwar im Weltall, aber Menschen bleiben sie und da kann schon einmal eine Schwangerschaft passieren. Wir entwickelten sogar einen eigenen Ultrasound-Apparat. Was ich besonders emotional finde, ist die Stille im Weltraum und parallel dazu die Stille auf der anderen Leitung. Die wird erst gebrochen, als der Ultrasound-Apparat den ersten Herzschlag wiedergibt. Das hat in mir das Gefühl ausgelöst: Gott ist viel näher, als wir denken!

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