Das Filmfestival Locarno bleibt ein gutes Pflaster für das Austrokino: Das visuell betörende Spielfilm-Debüt „White Snail“ der gebürtigen Kärntnerin Elsa Kremser und ihres Co-Regisseurs Levin Peter durfte sich gleich über zwei Auszeichnungen freuen – einmal über den Spezialpreis der Jury, dotiert mit 30.000 Franken (31.700 Euro). „Wir wollten erzählen, dass es wertvoll sein kann, wenn man sich öffnet und begegnet“, sagt Kremser in ihrer Dankesrede.
Das Regie-Duo (“Space Dogs“) erzählt darin die Geschichte einer zarten Annäherung zweier Außenseiter in Belarus. Sie ist Model, kämpft mit Depressionen, träumt von einer Karriere in Asien und präsentiert sich vor dem gleißenden Licht der Kamera. Er ist Nachtschichtarbeiter im Leichenschauhaus, seine Leidenschaft jedoch gilt der Malerei. Zwischen Depression, Isolation und Vereinsamung geben sie sich Halt. „White Snail“ lebt von den beiden fantastischen Laiendarstellenden Marya Imbro und Mikhail Senkov und ihrer Chemie vor der Kamera. Der Hauptpreis, der Goldene Leopard ging an den japanischen Film „Tabi to Hibi“ von Sho Miyake.
Kino
Das Filmfestival Locarno bleibt ein gutes Pflaster für das Austrokino: Das visuell betörende Spielfilm-Debüt „White Snail“ der gebürtigen Kärntnerin Elsa Kremser und ihres Co-Regisseurs Levin Peter durfte sich gleich über zwei Auszeichnungen freuen – einmal über den Spezialpreis der Jury, den zweitwichtigsten Preis des Festivals; dotiert mit 30.000 Franken (31.700 Euro). „Wir wollten erzählen, dass es etwas wert sein kann, wenn man sich öffnet und begegnet“, sagt Kremser in ihrer Dankesrede.