AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Premiere im JuniPeymanns Josefstadt-Debüt mit Bernhards "Der deutsche Mittagstisch"

Kurz vor seinem 83. Geburtstag debütiert Regisseur Claus Peymann in der Wiener Josefstadt. Ursprünglich wollte er 50 Jahre nach seiner Uraufführung in Hamburg noch einmal Bernhards "Ein Fest für Boris" inszenieren. Nun wird daraus "Der deutsche Mittagstisch".

ARCHIVBILD: THEATERMACHER CLAUS PEYMANN WIRD 80
Mit 83 Debüt in der Wiener Josefstadt: Claus Peymann © APA/ROLAND SCHLAGER
 

"Aus gegebenem politischen Anlass" wird Claus Peymann sein Josefstadt-Debüt mit Thomas Bernhards "Der deutsche Mittagstisch" bestreiten. Premiere soll am 4. Juni sein, geprobt wird ab April, wie es am Dienstag in einer Aussendung des Wiener Theaters hieß. Ursprünglich wollte Peymann in der Josefstadt Bernhards "Ein Fest für Boris" inszenieren, das er vor 50 Jahren uraufgeführt hat.

Bei den sieben absurden Dramoletten des "Deutschen Mittagstischs", in denen sich Bernhard an den deutschen Zuständen abarbeitet, handle es sich um ein "kleines, hellsichtiges Meisterstück, dessen tragische Aktualität alarmiert", so Peymann in der Aussendung. Mit seiner Inszenierung will er an den "politischen Zeitgenossen" Bernhard erinnern, der bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren "quasi als Menetekel an der Wand" die politischen Entwicklungen vorweggenommen habe. "'Lauter Nazis...' kommen zutage wenn man die Suppe auslöffelt, die Bernhard mit seinem Mittagstisch serviert. Was idyllisch beginnt führt zu bösem Erwachen, vergnüglich und erschreckend zugleich."

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren