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EssayDie Burg als Mixtur aus Mythen, Magie und Mär

Nächste Woche beginnt die Ära von Martin Kušej als Burgtheaterdirektor. Anlass für eine wandlungsreiche Geschichte des Hauses in fünf Akten, vom Lustspiel über die Tragödie bis zum absurden Theater.

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FILES-AUSTRIA-VIENNA-LIFESTYLE
Burgtheater am Wiener Ring © APA/AFP/JOE KLAMAR
 

Der erste Akt

Der erste Akt führt in das Jahr 1918, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Damals wankte auch das Burgtheater gewaltig. Einige kritische Geister, darunter Alfred Polgar, sahen darin die Chance und Notwendigkeit eines Neubeginns. Polgar, fast schon in Thomas-Bernhard'schem Furor: „Es sind, seit Jahrzehnten, immer dieselben paar Menschen, die hier Kunst behüten und Kunst machen. Es sind immer dieselben Namen und dieselben Gesichter. Es sind immer dieselben Vokabeln und derselbe Horizont und derselbe Witz und dieselbe Wichtigmacherei ... Es ist immer dieselbe verschlissene, abgebrauchte, ineinander geklammerte, in ihren ersessenen Kunstmandaten klebende, hoffnungslose Gesellschaft, wie Staub und Spinnweb in allen Fugen und Ritzen der wienerischen Kultur-Palazzi eingenistet, eingefressen.

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