Gelb-blaue Herzen auf Wangen, aufgemalte Sternchen, Sonnenblumen – die Nationalblume der Ukraine – und vor allem glückliche Gesichter begleiteten das Solidaritätskonzert bei Kaiserinnenwetter im Wiener Ernst-Happel-Stadion. „Schmusen statt Schießen“ stand auf einem der hochgehaltenen Plakate.
Es war die erste Pop-Party dieser Größenordnung seit Ausbruch der Pandemie. Und für die vielen jungen Musikfans wohl ihr allererstes Open-Air-Konzert hier. Die Freude über die zehnstündige Show mit dem Who-is-Who der Austropopstars stand dem generationenübergreifenden Publikum ins Gesicht geschrieben. Die Kritik an der Massenveranstaltung in Zeiten hoher Infektionszahlen fand andernorts statt: auf Twitter zum Beispiel. Die kostenlos verteilten FFP-2-Masken in blau-gelb indes fanden outdoor keinen großen Anklang beim Publikum. Das feierte unter dem Motto „We Stand with Ukraine“ spätestens mit der Grußbotschaft von Sir Bob Geldof das Austro-Live-Aid: „Man kann nicht Freiheit ohne Frieden haben“, sagte der Live-Aid-Initiator.