Kritik Der "Reigen" in Klagenfurt als absurd-grotesker Tanz

Regisseur Miloš Lolić inszeniert am Stadttheater Klagenfurt Schnitzlers "Reigen": ein Stück über zehn sexuelle Begegnungen, in denen sich niemand mehr berührt.

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Axel Sichrovsky als Graf und Hanna Binder als Dirne © (c) Karlheinz Fessl
 

Was war das Anfang der 1920er-Jahre für ein Skandal! Die Besucher stürmten die Theater mit Eiern und Stinkbomben und empörten sich über Arthur Schnitzlers "Reigen". Schließlich werden in zehn Szenen sexuelle Begegnungen quer durch alle Gesellschaftsschichten geschildert - besser gesagt: das Davor und das Danach. Heute kommt keiner mehr mit Stinkbomben ins Theater, aber die Themen sind aktuell wie eh und je: die Einsamkeit der Figuren, die Flucht in den Sex, die oft einfach nur die Suche nach dem nächsten Kick ist. Und was danach bleibt, ist die große Leere: Man ist vielleicht befriedigt, aber nicht zufrieden.

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