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Personale im Schaumbad GrazElisabeth Gschiel: Hier zieht sich ein roter Faden durch

Die Nähmaschine ist ihr Pinsel: Elisabeth Gschiel zeigt im Grazer Schaumbad einen vielfältigen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen.

Auch zu sehen: „The Garbage World“ (2013) aus vernähten Plastik-Wasserflaschen
Auch zu sehen: „The Garbage World“ (2013) aus vernähten Plastik-Wasserflaschen © Elisabeth Gschiel
 

Am Anfang stand ein Problem, könnte man bei Elisabeth Gschiel sagen. Zehn Jahre später hat seine Lösung ein stattliches Œuvre geschaffen. Geometrische Landschaften aus Plastikmüll – doch wie die Einzelteile miteinander verbinden? Nähen! Klingt einfach, ist aber eine Herausforderung, die Teil ihres Schaffensprozesses ist. Die Auseinandersetzung mit Materialien, die immer auf ein zartes Band treffen: einen Faden. Wobei dieser Faden längst vom Bindeglied zwischen den Materialien zum Hauptdarsteller mutiert ist: „Ich zeichne mit der Nähmaschine“, bringt es die gebürtige Oststeirerin auf den Punkt, der wiederum Ausgang für ihre Leidenschaft ist: die Linie.

In ihrem zehnjährigen Schaffensprozess, der seinen Ausgang noch im „alten Schaumbad“ in der Starhemberggasse nahm, hat sich diese Linie in vielfacher Ausprägung gezeigt: etwa als Hochspannungsleitungen oder Baukräne, die, von losen Fadenenden umspielt, jegliche Starrheit verlieren. „Es sind gesehene Bilder, die Stück für Stück zu einer Idee wachsen“, beschreibt sie ihren Ansatz, der sich sichtbar durch ihre Personale zieht: Das können Plastik-Wasserflaschen sein, die zusammengenäht zur Weltkarte werden. Oder eine Glockenblume, die ihr beim Vorbeigehen ins Auge springt. Die sie im Originalmaßstab auf eine weiße Leinwand näht – die wiederum auch aus einzelnen Fäden und somit Linien besteht.

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