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Gedenken an Pogrome 1938Zeitzeugin Lida Winiewicz über die Bombennächte im Nazi-Wien

Heute wird weltweit der Novemberpogrome gedacht. Autorin Lida Winiewicz ist eine der letzten Zeitzeuginnen. Sie erinnert sich an ihr Aufwachsen zwischen Bombennächten im Nazi-Wien.

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"Man wundert sich, dass man das überstanden und überlebt hat", sagt Lida Winiewicz © Ballguide/Georg Aufreiter
 

Lida Winiewicz sitzt vor ihrem beeindruckenden Bücherregal in ihrer hellen Wohnung in Wien-Wieden, verschränkt ihre feingliedrigen Hände und schaut einen mit ihren wachen Augen an, um dann so direkt, wie es auch in ihren Büchern und Stücken nachzulesen ist, zu sagen: „Man wundert sich, dass man das überstanden und überlebt hat. Man kann das schwer abschätzen und einordnen. Es war grauenhaft.“
Es. Ihn. Den Holocaust. Die Wienerin Lida Winiewicz ist eine der letzten Zeitzeuginnen dieses dunkelsten Kapitels des 20. Jahrhunderts. Ihr Geburtsjahr klingt heutzutage wie aus einer anderen Welt: 1928. Der Großvater wurde unter Kaiser Franz Josef von Krakau nach Wien versetzt, seine Frau war Jüdin. Lida Winiewicz wurde in eine offene, liberale, gutbürgerliche Familie geboren. In einem schönbrunnergelben Haus wohnte man in Hietzing – mit Kindermädchen Judy und Katze Graupi.

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