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Bachmann-PreisLob und Tadel am zweiten Lesetag

Zweite Runde im Klagenfurter Wettlesen. Nach den deutschen Autoren Yannic Han Biao Federer und Ronya Othmann, der Österreicherin Birgit Birnbacher und Daniel Heitzler war zum Abschluss Tom Kummer am Wort.

Ingeborg-Bachmann-Preis 2019
Tom Kummer macht den Abschluss © (c) ORF (Johannes Puch)
 

Heute ging das Wettlesen in die zweite Runde. Den Auftakt machte der deutsche Autor Yannic Han Biao Federer. Seinen Text über eine Trennung, der sehr kontroversiell diskutiert wurde, finden Sie hier. Ronya Othmann las einen "apokalyptischen" Text über einen Genozid,  den Beitrag finden Sie hier. Die Jury zeigte sich uneinig, wie man überhaupt über das Grauen, das die Autorin schildert, sprechen kann. Danach las die Österreicherin Birgit Birnbacher, die viel Lob bekam für ihren "idealen Text für Klagenfurt". Am Nachmittag eröffnete der deutsche Autor Daniel Heitzler der seinen Text "Der Fluch" mit großer Ruhe vorlas. Die Erzählung von der Rivalität der beiden Mexikaner Pancho und Flaco und einem Konflikt rund um archäologische Grabungen an deren Grundstücksgrenze wurde nicht von allen Jurymitgliedern goutiert.

Den Abschluss machte Tom Kummer.  Der Schweizer Autor hat als Journalist gearbeitet, 2000 lösen seine fiktiven Interviews mit Hollywood-Stars einen Medienskandal aus. 2009 kommt der Film „Bad Boy Kummer“ in die Kinos – basierend auf der Autobiografie „Blow Up“. 2017 erscheint „Nina & Tom“, ein Roman über die Liebe zu seiner Frau und ihrem Sterben. Seit 2016 lebt Tom Kummer wieder in Bern. In Klagenfurt nahm er seine Zuhörer in dem Text "Von schlechten Eltern" mit auf eine zunächst philosophische und später bedrohliche Taxifahrt durch die nächtliche Schweiz.

Rückblick

Der erste Lesetag brachte einen starken Einstieg bei Tropentemperaturen: Gleich drei Autorinnen, darunter die Österreicherinnen Julia Jost und Sarah Wipauer, empfahlen sich für Preise. Einen Bericht über den ersten Tag lesen Sie hier.

Eröffnet wurden die 43. Tage der deutschsprachigen Literatur am Mittwochabend mit einer großartigen "Klagenfurter Rede" von Clemens Setz. Noch bis morgen diskutiert die siebenköpfige Jury unter Vorsitz von Hubert Winkels über die Texte von insgesamt vierzehn Autoren, der mit 25.000 Euro dotierte Bachmann-Preis sowie weitere vier Preise werden dann am Sonntag ab 11 Uhr im Klagenfurter ORF-Theater geben. 3sat überträgt live.

 

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