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Lernen von den BestenPhilipp Boruta: „Als Chef sollte man immer für sein Team da sein“

Philipp Boruta, Direktor der Schoellerbank Graz über die Herausforderungen, vor denen Führungskräfte in der Coronakrise stehen.

Philipp Boruta, Direktor der Schoellerbank Graz © (c) Karin Bergmann
 
  1. Was sind Ihre Lehren aus der Coronakrise?
    Leben ist Veränderung und wir alle müssen bereit sein, uns kontinuierlich an neue Gegebenheiten anzupassen. Selbstreflexion, Wertschätzung und Dankbarkeit für das Geschaffte gewinnen an Stellenwert. Am Ende des Tages ist die Gesundheit das Wichtigste.

  2. Was war/ist in der Führung in diesen Zeiten herausfordernd?
    Als gute Führungskraft muss man gerade jetzt stets ein offenes Ohr für die Anliegen seiner Mitarbeiter haben. Die räumliche Distanz des Homeoffice konsequent zu überwinden ist eine große Herausforderung, umso wichtiger ist, neue Kommunikationswege aktiv zu beschreiten. Den guten Spirit des Teams trotz der unwirtlichen Umstände zu erhalten, ist essenziell für den Erfolg – jeder muss ins Boot geholt werden.

    Zur Person

    Philipp Boruta ist seit Jänner 2020 Direktor der Schoellerbank Graz.
    Der gelernte Pädagoge startete seine Karriere in einer steirischen Regionalbank. 2007 wechselte Boruta ins Private Banking.
    Philipp Boruta ist ein sportbegeisterter Familienmensch, der seine Freizeit sehr gerne in der Natur und mit Freunden verbringt.

  3. Von welchem Beruf haben Sie als Kind geträumt?
    Eventmanager. Mir war schon früh klar, dass ich mit und für Menschen tätig sein will. Ich organisiere und manage gerne, um Freude in jeglicher Form zu vermitteln – das ist für mich immer noch eine der schönsten Herausforderungen.

  4. Was haben die Lehrer über Sie gesagt?
    Ich war kein Musterschüler, dennoch hatte ich immer einen sehr guten persönlichen Draht zu meinen Lehrern, die mir zu ihrem damaligen Leid attestierten, dass ich mit „wenig Aufwand“ viel erreiche – heute sehe ich das als Kompliment.
  5. Auf welche außerschulische Leistung sind Sie heute noch stolz?
    Zum Glück habe ich vieles worauf ich stolz bin. Allen voran auf meine Kinder, meine Familie und Freunde, die mir immer zur Seite stehen. Auch mein Team in der Schoellerbank Graz erfüllt mich mit großer Freude. Natürlich machen mich auch sportliche Erfolge, wie jene beim Graz Marathon und Grazathlon, sehr stolz.

  6. Wer hat Sie am meisten gefördert?
    Ich hatte in meiner Karriere immer Chefs, die mich gefordert und gefördert haben. Die Motivation zu Höchstleistungen ziehe ich einerseits aus meiner positiven Grundeinstellung und andererseits aus dem Zuspruch und der Unterstützung meiner Familie und Freunde – das ist unerlässlich für mich.

  7. Wo haben Sie das Führen gelernt?
    Meine Führungskompetenzen sind eine Summe aus allem, was ich in meinem Leben bislang erleben durfte. Meine pädagogische Ausbildung ist hier bestimmt ebenso von Vorteil, wie meine beruflichen Erfahrungen in der Praxis. Der rege Austausch mit Wegbegleitern lässt mich täglich dazulernen.

  8. Was zeichnet gute Chefs aus?
    Dass Sie sich stets ein offenes Ohr für die Anliegen ihrer Mitarbeiter bewahren und mit Motivation authentisch vorangehen. Als Chef sollte man immer für sein Team da sein und der Meinung von einzelnem Gewicht geben.
  9. Was schätzen Sie an Mitarbeitern?
    Teamwork und offene Kommunikation. Der Wille und der Wunsch Bestleistungen erbringen zu wollen und seinen Job mit „Freude am Tun“ zu erledigen, sind mir sehr wichtig.

  10. Welches Buch empfehlen Sie?
    Ich kann die Werke von Stephen King empfehlen.

  11. Was ist Ihr Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit?
    Ich bin sehr naturverbunden und vermeide Verschwendung in jeglicher Form – das vermittle ich auch meinen Kindern. In der Familie leben wir sparsam und versuchen saisonale und regionale Produkte zu kaufen sowie Autofahrten zu vermeiden. Auch bei Veranlagungen spielt Nachhaltigkeit, sowohl bei der Titelauswahl als auch beim direkten Investment, zunehmend eine große Rolle – wir unterstützen damit auch die Transformation der Wirtschaft in diese Richtung.