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CoronakriseTipps von Psychologen: Arbeitslos - was nun?

Die Coronakrise führt zu extrem hohen Arbeitslosenzahlen in Österreich. Fest steht: Für Betroffene kann ein plötzlicher Jobverlust Stress, Zukunftsängste und Hilflosigkeit hervorrufen und enorme psychische Belastungen zur Folge haben.

 

Viele sind wegen der Coronakrise nun von Arbeitslosigkeit betroffen. Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen (BÖP) hat deshalb ein Informationsblatt mit psychologischen Tipps für den Umgang mit Arbeitslosigkeit erstellt.

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1. Halten Sie eine normale Tagesstruktur aufrecht:
Rituale geben Sicherheit und Halt, so lautet der Rat der Experten. Man könnte sich zum Beispiel der Aktualisierung der Bewerbungsunterlagen widmen.

2. Lassen Sie Ihre Gefühle zu:
Der Verlust des Jobs ist ein großer Lebenseinschnitt. Gefühle wie Angst, Hilflosigkeit, Trauer oder Scham könnten deshalb die Folge sein. Rat der Experten: "Lassen Sie die Gefühle zu, anstatt sie zu verdrängen und sprechen Sie offen darüber. Manche Menschen schreiben diese gerne auf oder nehmen sich bewusst Zeit, darüber nachzudenken."
3. Nehmen Sie die außergewöhnliche Situation wahr:
Hunderttausende haben ihren Job verloren, obwohl sie gute Arbeit geleistet haben. Die Herausforderung besteht nun darin, diesen Umstand zu akzeptieren. Wichtig ist vor allem, sich in Erinnerung zu rufen, dass diese Krise auch vorübergehen wird.

4. Informieren Sie sich:
Bleiben Sie aktiv und holen Sie Informationen über die Maßnahmenpakete der Regierung ein. Wichtige Anlaufstellen sind hier die Wirtschaftskammer (WKO) und das Arbeitslosenservice (AMS). Greifen Sie auch auf Ihre persönlichen Netzwerke zurück. Melden Sie sich bei Freunden, Bekannten, Verwandten und ehemaligen Geschäftspartnern und Kollegen.

5. Seien Sie offen für Neues:
Wenn der erste Schmerz und die Wut abgeklungen sind, kann man diese Situation vielleicht auch als Chance anerkennen. Was wollten Sie schon immer tun? Wie könnten Sie Ihre Arbeit in Zukunft gestalten? Vielleicht können Sie sich ja beruflich neu erfinden. 6. Tun Sie sich etwas Gutes:
Nun haben Sie auch einmal Zeit für Selbstfürsorge. Melden Sie sich bei Menschen mit denen Sie schon lange keinen Kontakt mehr hatten. Umgeben Sie sich mit Kraftspendern. Machen Sie Sport und ernähren Sie sich gesund.

7. Vertrauen Sie auf Ihre Erfahrungen:
Machen Sie sich bewusst, was Sie in Ihrem Leben bereits überstanden und welche Herausforderungen Sie gemeistert haben. Das gibt Kraft und macht Mut für die kommende Zeit.

8. Holen Sie sich rechtzeitig Hilfe:
Sollten Sie starke Existenzängste haben, massive psychosoziale Belastungen verspüren oder nicht mehr aus dem Grübeln herauskommen, dann zögern Sie nicht, sich rechtzeitig Hilfe zu holen. Diese finden Sie bei Arbeits- und Organisationspsychologen, Klinischen Psychologen, die jetzt auch Online-Beratungen anbieten und diversen Hotlines.
Weitere Informationen und FachexpertInnen dazu finden Sie auf www.psychologiehilft.at und www.psychnet.at.

Psychologische Hilfe

Auf der BÖP-Homepage sind auch weitere Informationen mit psychologischen Empfehlungen – beispielsweise zum Thema Homeoffice – abrufbar.

Darüber hinaus ist der BÖP über seine Helpline nach wie vor von Montag bis Sonntag von 9 bis 20 Uhr telefonisch (01/504 8000) oder per Mail (helpline@psychologiehilft.at) erreichbar. 

 

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