Robert Karlhofer, Geschäftsführer der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten-Lavanttal, ist gerade aus Berlin zurückgekehrt, wo er an der Internationalen Tourismusbörse (ITB), der führenden Plattform der globalen Reise- und Tourismusbranche, kräftig die Werbetrommel für Urlaub in den Bezirken Völkermarkt und Wolfsberg gerührt hat. „Die ITB ist keine Publikumsmesse, aber man hat die Möglichkeit, internationale Journalisten zu kontaktieren, welche in ihren Medien über unsere Angebote berichten werden“, sagt Karlhofer.
Im Mittelpunkt der Werbekampagne standen naturgemäß die aktuellen Verbindungen der Koralmbahn durch die ÖBB und die private Westbahn, welche Südkärnten nicht nur Graz und Wien näher rücken lassen, sondern die Reise nach Kärnten auch international für Gäste beispielsweise aus Deutschland und der Schweiz attraktiver machen. „Das Interesse war sehr groß, rückt doch der Bahnhof Kühnsdorf-Klopeiner See zunehmend in den Fokus unserer Kunden“, erklärt Karlhofer. Sowohl die Bahnhöfe in Kühnsdorf als auch in St. Paul werden für Bahnfahrer derzeit gut bespielt. Die ÖBB decken den Halt in St. Paul ab und bleiben auch teilweise in Kühnsdorf stehen. Die Westbahn stoppt in Kühnsdorf derzeit dreimal am Tag pro Richtung. „Das ist für Tagesgäste interessant, aber auch für Menschen, die von weiter her anreisen, denn es gibt einen Nightjet von Frankfurt am Main und von Zürich“, führt Karlhofer aus. Besonders deutsche Gäste sollen angesprochen werden, ist doch Deutschland laut Karlhofer derzeit der stärkste Markt für Südkärnten. „Dann folgen die Niederlande und Belgien. Starke Zuwächse an Urlaubern gab es in den vergangenen Jahren aber auch aus Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn.
Mit der Westbahn von Wien nach Villach
Das Bahnangebot soll noch weiter wachsen
Und das Bahnangebot soll noch weiter wachsen. „Ab 26. März wird das Angebot der Westbahn am Bahnhof Kühnsdorf-Klopeiner See auf fünf Verbindungen an starken Reisetagen ausgebaut, etwa an den Wochenenden von Freitag bis Sonntag sowie rund um Feiertage in den Ferien. Ab 29. Mai gibt es dann fünf Verbindungen pro Tag und Richtungen, also das volle Angebot der Westbahn auf der Südstrecke“, sagt Ademir Jatic, Pressesprecher der Westbahn. Darüber hinaus werden Erweiterungen der Frequenzen laufend geprüft, wobei auch infrastrukturelle Rahmenbedingungen sowie verfügbare Trassen eine Rolle spielen. Ein Halt der Westbahn in St. Paul ist kurzfristig allerdings nicht vorgesehen. „Wir beobachten jedoch laufend die Entwicklung der Nachfrage sowie die regionalen Mobilitätsbedürfnisse und stehen grundsätzlich neuen Haltepunktoptionen offen gegenüber, sofern diese betrieblich umsetzbar sind“, sagt Jatic, der sich über positive Rückmeldungen der Bahnkunden der Westbahn freut. „Schließlich sind wir erst seit wenigen Tagen hier unterwegs. Bei den Ticketbuchungen gibt es bereits eine erfreuliche Entwicklung.“ Den Wettbewerb mit den ÖBB stuft man bei der Westbahn als wichtig ein, da er „zu mehr Angebot, attraktiveren Preisen und besserer Qualität für die Fahrgäste führt“.
Zufrieden zeigt man sich auch bei den ÖBB. „Wir begrüßen es, dass es noch mehr Angebot für Fahrgäste gibt“, erklärt Rosanna Zernatto-Peschel, Pressesprecherin der ÖBB für Kärnten und die Steiermark. An den Fahrplänen für die Koralmbahn werden die ÖBB mit den Eintritt der Westbahn nicht rütteln. „Unser Fahrplan wird europaweit synchronisiert und tritt jeweils am zweiten Sonntag im Dezember in Kraft. Die Planung dauert rund zehn Monate. Damit Züge überhaupt fahren können, müssen Eisenbahnverkehrsunternehmen Trassen, also Fahrwegkapazitäten, bestellen. Das Verfahren ist rechtlich reguliert. Der Fahrplan ist das Ergebnis eines mehrstufigen Prozesses und wird in der Regel unterjährig nicht angepasst. Ausnahmen bilden lediglich Baustellen. Doch der Start der Westbahn war geplant und hat keine Auswirkungen auf den aktuellen Fahrplan“, führt Zernatto-Peschel aus. Derzeit verbinden die ÖBB Klagenfurt und Graz insgesamt 29mal pro Tag. Am Bahnhof Kühnsdorf-Klopeiner See halten Fernverkehrszüge der ÖBB an Wochentagen sechsmal, an Wochenenden achtmal. „Zusätzlich ist die Region mit einem Halbstundentakt der S-Bahn zusätzlich optimal angebunden.“