Sie zählte zu den Pionierinnen der Kärntner Landespolitik und war 1979 die zweite Abgeordnete der Volkspartei im Kärntner Landtag. Am 5. November schloss Reinhilde Altersberger im 90. Lebensjahr für immer ihre Augen. Ihre Wegbegleiter werden sie als verbindende, ausgleichende und mutmachende Persönlichkeit in Erinnerung behalten.

Altersberger wurde am 13. Jänner 1934 im Allgäu geboren und begann ihre politische Karriere, als Frauen mit einem anderen Rollenverständnis konfrontiert waren. Als Altersberger im Jahr 1958 heiratete, zog sie aus Bayern nach Sonnegg in Sittersdorf/Žitara vas, wo ihr Mann als Förster arbeitete. Anfang der 1970er-Jahre ging sie als Gemeinderätin in die Kommunalpolitik und brachte es bis zur Vizebürgermeisterin. Den Sprung in den Landtag schaffte sie im Jahr 1979. In den darauffolgenden Jahren engagierte sie sich im Landtag und in der Frauenbewegung, der sie auf Bezirks- und Landesebene vorstand, und setzte sich stark für Frauen- und Familienthemen ein.

Altersberger war im Jahr 1984 die Initiatorin des Klagenfurter Frauenhauses, das damals das erste in Kärnten war. Weiters war sie Gründungsmitglied der „Aktion Leben“ und des Kärntner Hilfswerks. Von 1991 bis 1997 war sie auch Präsidentin des Kärntner Hilfswerks und wirkte bei „Rettet das Kind“ mit. Altersberger war dadurch Wegbereiterin und Brückenbauerin im Sinne der Menschlichkeit.

Die Verstorbene ist am Mittwoch, 15. November, ab 17.30 Uhr im Karner der Pfarrkirche Tainach aufgebahrt, wo für sie um 18.30 Uhr gebetet wird. Die Begräbnisfeierlichkeiten finden am Donnerstag, 16. November, um 14 Uhr in der Pfarrkirche Tainach statt.