Mobilitätsforscherin im Interview"Die Parkplätze am Villacher Drauufer gehören weg"

Mobilitäts- und Urbanitätsforscherin Katja Schechtner im Interview mit der Kleinen Zeitung über Begegnungszonen - und wie man sie nicht machen sollte. Über das Aus von Parkplätzen in der Stadt und die Drau als Flußbad.

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Katja Schechtner referierte an der FH Villach zum Thema Mobilität und Stadtplanung © KK/Tourismus Villach, KK/van Emmerik Thomas
 

Sie sind in Ihrer Funktion als Urbanitäts- und Mobilitätsforscherin zu Gast in Villach. Was ist Ihnen aufgefallen?
Katja Schechtner: Dass Villach so wunderbar von Bergen umgeben ist und wie schön der Fluss durch die Stadt fließt. Das sind Akzente, mit denen man sehr spielen kann. Fluss und Uferpromenaden mehr zu integrieren, sollte das Ziel sein. Mir ist unangenehmen aufgefallen, wie Auto-dominiert das Flussufer ist.

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ckoechl
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Von Unkenntnis geprägt

Frau Schechtner "vergisst", dass in der Mariahilferstraße/Wien die U-Bahn und am Hauptplatz/Graz die Bim im Minutentakt Personen aus den Außenbezirken dorthin bringt. In Villach gibt es keinen solchen ÖPVN, der ständig Frequenz ins Zentrum schaufelt. - Schon jetzt sind Wohnungen im Zentrum mangels Parkplatz unvermietbar, Geschäfte stehen genug leer. Die letzten (gefühlt) 50 Innenstadtparkplätze auch noch zu canceln wäre der letzte Todesstoß für den Hauptplatz in Villach.

pink69
4
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Bei

allem Respekt Frau Schechtner… Ihre Vorschläge kann man wohl nicht ganz ernst nehmen, sind doch völlig absurd ! Sie sollten mehr Information einholen . Es müssen ausreichend Parkmöglichkeiten in der Stadt vorhanden bleiben, sonst wird die allg. Kaufkraft noch mehr geschwächt . Ich gebe Ihnen Recht das Flächen entlang der Drau autofrei werden sollten, aber vorab müssen neue Flächen zum Parken geschaffen werden, wie zB eine Tiefgarage am Burg Platz und Verlegung des Marktes. Schwimmen in der Drau wird wohl ganz schwer möglich sein, bei Wassertemperaturen zwischen 9 und 12 Grad . Sie werden auch wohl nicht glauben, dass jeder potenzielle Schwimmer ein e Rettungschwimmerausbildung haben muss, um sich an floating Säcken festhalten zu können, wenn der Schwimmer gegen den starken Strom keine Chance mehr hat. Vergessen Sie auch nicht das in der Nähe das Kraftwerk steht und wenn da die Schleusen nur zum Teil geöffnet werden ein Schwimmen in der Drau Lebensgefahr bedeutet …

RonaldMessics
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Vorschläge....

...dienen zur Diskussion, nicht zum Abwerten einer Person.
Tatsache ist, dass man wie auch immer den Autoverkehr in andere Bahnen lenken muss. Dieses Lenken in andere Bahnen hat natürlich einen globalen Fokus und ist daher regional schwer zu erkennen, und noch schwerer im Falle des Individuums.
Gedankliches globales Experiment:
9 Milliarden Menschen haben 9 Milliarden Autos egal on Verbrenner oder CO2 neutral. Villach hat ca. 60.000 Einwohner. Viele in Villach Land bereits 2 Autos. Das ergäbe bei gleichbleibenden Einstellungen 120.000 Autos. Ist nur als Rechenbeispiel gemeint.
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Übrigens Thema Drau Innenstadt.
Beim Bürgerforum wurde von allen Beteiligten gefordert, dass die Drau mehr in den Fokus der Stadt rückt. Übrigens ist das ein parteiübergreifender Wunsch.
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Thema Postgasse:
diese Gasse ist für die Befriedigung aller Interessen ungeeignet. Die derzeitige Situation befriedigt auch nicht alle, daher muss man sich auf eine Lösung einigen, die Prioritäten abarbeitet, von den wichtigsten nach unten. Der Weg vom Parkplatz des Parkhotels ist nur 200m weit entfernt (Mitte -Mitte gemessen). Und bei aller Freundschaft, wer sich ein Auto um 30.000 Euro kauft, oder ein Gebrauchtes um 10.000 Euro mit 180 PS, der hat plötzlich kein Geld für die Parkgebühr beim Parkhotel-Parkplatz? Ist ja schon mehr als lächerlich.
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Wer sich nicht verändert, wird verändert, den die Veränderung ist das einzig Stabile. Dagegen kann man nicht ankämpfen, das beweist die Geschichte und die Evolution.

RonaldMessics
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In vielen....

....Belangen müssen sich Menschen entscheiden, auch in der Mobilität. So kann es nicht weitergehen. Einige in unserer Gesellschaft stellen ihre Autos rücksichtslos ab nur damit sie sich in ihrem Leben etwas ersparen, dass aber im Leben bedeutungslos ist.
Freitags Bio-Markt ist der Beweis für diesen rücksichtslosen Egoismus eh einiger weniger Autofahrer. Eine Politik, die sich um Egoisten kümmert scheitert im Laufe der Zeit. Und in der Stadt bei den verschiedenen Gelegenheiten immer und nahezu überall zu parken befriedigt nur Egoisten hinter dem Lenkrad.
Wichtiger wäre es Menschen mit Einschränkungen für ihr Fahrzeug mehr Raum zum Parken zu geben. Gesunde Menschen können ruhig mal weiter gehen. Es ist sogar gesund.