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Corona und seine FolgenCaritas-Direktor Ernst Sandriesser: „Die Armut steigt erst jetzt merklich an“

Der gebürtige Drautaler Ernst Sandriesser ist seit Februar Direktor der Caritas in Kärnten. Als erster Nicht-Priester. Er spricht über die Probleme durch Corona, steigende Armut und seinen Antrieb.

Ernst Sandriesser ist seit Februar Direktor der Caritas Kärnten
Ernst Sandriesser ist seit Februar Direktor der Caritas Kärnten © (c) HPhoto - Hannes Pacheiner
 

Sie sind seit Februar der neue Direktor der Caritas Kärnten. Wenige Wochen später kam Corona. Das kann man wohl als groben Einstieg bezeichnen.
Ernst Sandriesser: Für mich persönlich ja, für die Caritas nicht so sehr. Bei Hilfsorganisationen wird in Krisen ein Schalter umgelegt, ein Krisenstab einberufen und schon geht’s los. Was aber der Unterschied war, wir sind es gewohnt rauszugehen, um zu helfen. Dieses Mal war es nichts mit Ärmel aufkrempeln, dieses Mal mussten wir drinnen sitzen bleiben. Natürlich haben wir aber unsere Einrichtungen für Alte, Pflegebedürftige sowie Menschen mit Behinderung weiter betrieben. Schwieriger war es in der Hauskrankenpflege. Viele wollten nicht, dass wir zu ihnen nach Hause kommen. Umgekehrt durften etwa Obdachlose und Arbeitslose, die Versorgung gebraucht hätten, nicht zu uns kommen. Deshalb haben wir unter anderem Lebensmittelgutscheine zu den Betroffenen nach Hause geschickt.

Kommentare (1)

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GordonKelz
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1
Lesenswert?

Was will die Kirche mehr....

...ARMUT...ja keine Sterbehilfe...so könnten der PÖBEL auch so friedlich einschlafen wie die begüterten, die sollen geknechtet sein, damit sie zurückkehren in " Gottes" Schoss...
Desto schlimmer die Tage der Menschen desto besser gehts der Kirche! Solche Heuchler.
Gordon Kelz