In mehreren Schulen in den Bezirken Spittal und Villach Land sind in den vergangenen Tagen Schreiben an Eltern und Erziehungsberechtigte verschickt worden. Hintergrund sind Hinweise auf einen erwachsenen Mann, der über soziale Netzwerke Kontakt zu minderjährigen Schülerinnen aufnehmen soll.
Erziehungsberechtigte sollen Handys überprüfen
Wie aus der Mitteilung der Bildungsdirektion hervorgeht, sei im schulischen Umfeld in Oberkärnten eine Person aufgefallen, die über Plattformen wie TikTok, Snapchat und Instagram mit Jugendlichen kommuniziere. „Im Zuge dessen wurde von Seiten der Bildungsdirektion bereits eine Meldung an die zuständigen Behörden gemacht“, heißt es in dem Schreiben.
Bildungsdirektorin Isabelle Penz nimmt die Situation sehr ernst und erklärt: „Das Wichtigste ist der Kinderschutz. Wenn wir damit unterstützen können, ist es unsere Pflicht, die Eltern und Erziehungsberechtigten zu informieren.“
Eltern werden in dem Schreiben außerdem aufgefordert, ihre Kinder im Umgang mit sozialen Medien zu begleiten und zu sensibilisieren. Konkret wird empfohlen, Mobiltelefone auf mögliche Kontakte oder Nachrichten zu überprüfen und Gespräche darüber zu führen, mit wem die Kinder online in Verbindung stehen. Besonders betont wird, dass keine persönlichen Treffen mit fremden oder nicht eindeutig bekannten Personen vereinbart werden sollen. Ziel sei es, die Schülerinnen zu schützen und mögliche Gefahren frühzeitig abzuwehren.
Die Polizei bestätigt, dass Ermittlungen aufgenommen wurden. Diese stehen jedoch noch ganz am Anfang, Details dazu können nicht genannt werden.