Was ist Glück und wie kann ich glücklich werden? Es gibt wohl kaum eine Frage, die komplexer sein könnte. Schon seit Jahrzehnten wird zum Thema geforscht. Konkret begann die Glücksforschung in den 1950er-Jahren und wurde ab den 1970ern ein eigenes wissenschaftliches Feld. Forschende weltweit beschäftigen sich seitdem mit der Frage, was Menschen wirklich glücklich macht. Zentrale Erkenntnisse sind, dass soziale Beziehungen, wie Familie und echte Freunde, wesentlich sind. Auch Gesundheit und ein Lebensinhalt sind wichtig. Geld hingegen steigert das Glück nur bis zu einem gewissen Punkt, danach hat es kaum noch Einfluss.
In der „Global Flourishing Study“ wurden 200.000 Menschen aus 22 Ländern befragt. Dabei kam heraus, dass Leute aus Indonesien am glücklichsten sind und Leute aus Japan eher nicht. Ebenfalls hat man herausgefunden, dass gesunde Beziehungen gut sind, um glücklich zu sein. Dabei ist egal ob Partner, Freund, Nachbarin oder Arbeitskollegin: Meistens machen diese Beziehungen nicht nur kurzfristig glücklich. Sicher ist: Glück entsteht nicht durch Zufall, es liegt in unserer Haltung zum Leben und wie wir miteinander umgehen.
Die „Global Flourishing Study“ ist erst der Anfang. Die Forscher wollen mehr herausfinden. Aus der bestehenden Studie kann man mitnehmen, dass Glück vielleicht gar nicht so kompliziert ist, sondern dass man gezielt darauf achten kann glücklich zu werden. Und eventuell - so viel darf man aus vorliegenden Forschungen mitnehmen - liegt der Schlüssel zum Glück gar nicht so weit weg, wie angenommen. Als Glücksteam der Montessorischule Treffen haben wir versucht, Bausteine zusammenzufügen.
Auf Spurensuche: Hilft frühes Aufstehen?
Zwei SchülerInnen kannten den „5am Club“ schon, vier von ihnen haben noch nie davon gehört. Beim Club geht es darum, den Tag aktiv und früh beginnen zu lassen - etwas, das entscheidend sein kann, wie Ideengeber überzeugt sind. Wir haben dazu eine Befragung durchgeführt. Sie zeigt: Die Mehrheit sieht sich um 5 Uhr früh nicht vom Glück geküsst. Die meisten Befragten würden nicht dauerhaft um 5 Uhr aufstehen, weil es zu anstrengend ist. Vorteile werden in einem längeren Tag und gesundheitlichen Aspekten gesehen, als Nachteile werden Müdigkeit und fehlende Motivation angeführt. Sport am Morgen lehnen viele ab, auch am Wochenende früh aufzustehen, finden die meisten nicht ansprechend. Ok, der „5AM Club“ macht unsere Befragten also nicht glücklich. Was dann? Die Antworten besagen: Ein soziales Umfeld und Freizeit mit Hobbys wie Musik oder Lesen sind hier entscheidend.
Sind Bus und Bahn entscheidend?
Schülerinnen und Schüler des CHS im Alter von 15 bis 21 Jahren wurden zur Zufriedenheit mit dem öffentlichen Verkehrsnetz in Kärnten befragt. Die allgemeine Stimmung ist derzeit eher mäßig. Jugendliche bemängeln das begrenzte Angebot und wünschen sich bessere Nutzungsmöglichkeiten wie einen 24-Stunden-Verkehr für sichere Heimfahrten am Abend. Gewünscht werden auch technologische Verbesserungen, wie nutzbare Apps, KI und GPS-Tracker in Bussen und Zügen. Mehr Verbindungen, günstigere Pendlerparkplätze und moderne Ausstattung stehen ebenfalls auf der Wunschliste. Die Koralmbahn ist vielen unbekannt, wird aber von denen, die sie kennen, als innovativ bewertet. Viele glauben jedoch nicht an eine baldige Weiterentwicklung des Netzes.
Wie wirkt sich frische Luft aus?
Lust auf Kärnten? Der Slogan wirbt für glasklare Seen, wunderschöne Berge und sonnige Tage, die schlussendlich zu unvergesslichen Erlebnissen führen. Doch die Zukunft könnte noch viele neue Möglichkeiten bereithalten. Um herauszufinden, was den Jugendlichen in Kärnten in ihrer Freizeit besonders wichtig ist, wurden sechs Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren befragt. Viele behaupten, dass es zwar viele Freizeitmöglichkeiten gibt aber Jugendliche mehr darüber informiert werden müssen. Ebenfalls sagen sie, dass der Stundenplan sie zwar einschränke, aber mit einem guten Zeitmanagement trotzdem noch Freizeitaktivitäten machbar sind. Einige SchülerInnen finden, dass der Preis für Liftkarten zu hoch ist. Ein Wunsch der Mehrheit ist es, mehr Indoor-Aktivitäten in Kärnten zur Verfügung zu haben. Etwa eine Skihalle oder eine Rollschuhbahn.
Wie entscheidend ist der Job?
Wie entscheidend ist der Job und welche Jobs können in Zukunft glücklich machen? Das haben wir Schülerinnen und Schüler aus HTL und CHS gefragt. Die meisten sind der Meinung, dass Arbeit wichtig, aber nicht alles ist. Die 15 Befragten betonten, dass traditionelle Berufe wie im Bauwesen unverzichtbar bleiben und auch glücklich machen, auch wenn manche Bürojobs durch Computer ersetzt werden könnten. Beim Thema Umzug für einen Job sind die Meinungen geteilt: Einige würden wegen Familie und Freunden bleiben, andere wären bei einem guten Angebot bereit umzuziehen. Die 16 bis 20-Jährigen verknüpfen gute Entscheidungen derzeit mit Freunden und dem sozialen Umfeld. Die Mehrheit plant ein Lehramtsstudium, einige sind unentschlossen. In Bezug auf Work-Life-Balance herrscht Einigkeit: Freizeit ist wichtig. Viele streben eine kurze Arbeitswoche mit nur drei bis vier Arbeitstagen an. Die meisten können sich nicht vorstellen, mehr als 38 Stunden zu arbeiten und wünschen sich langfristig Selbstständigkeit.