Kann sich eine Stadt nur zwei Wochen nach einem Terroranschlag in eine Partymeile verwandeln? Die Frage ist dieser Tage in aller Munde. Der 1. März ist mit dem jährlich stattfindenden Faschingsumzug der Höhepunkt der Villacher Narrenzeit. Zahlreiche Gruppen haben sich auch heuer bereits angemeldet, die Villacherinnen und Villacher ihre Kostüme gekauft oder genäht. Seit dem Terrorangriff in der Innenstadt hat sich die Ausgangslage selbsterklärend gänzlich verändert. Noch ist unklar, ob das Großspektakel mit 20.000 Besuchern stattfinden wird. Der Krisenstab der Stadt Villach hat die Entscheidung vertagt. Fixiert wurde bisher lediglich, dass die Umzugsroute nicht wie geplant verlaufen würde, denn der klassische Streckenverlauf führt direkt an den Tatorten vorbei. Drastischer formuliert: Der Tross würde über jene Bodenmarkierungen ziehen, die Mahnmal für einen Toten und fünf Verletzte sind.