Die Projektidee füllt Schlagzeilen und trifft den Zeitgeist einer Krisenzeit, in der Umwelt- und Selbstschutz für viele an Wichtigkeit gewonnen hat. Im beschaulichen Ort Pöckau bei Arnoldstein entsteht seit dem Jahr 2022 ein vollkommen energieautarkes Blackout-Dorf. Es war zu Projektbeginn das erste dieser Art in Europa und ein zwölf Millionen Euro schweres Bauvorhaben, dessen Eckdaten sich sehen lassen können. Bewohner der 55 Wohnungen sollen im Falle eines Blackouts einen Monat ohne Unterstützung von Außen leben können. Möglich machen dies Tischherde und ein eigenes Wohnungsstromnetz sowie Brennholzdepots und eine Wasserversorgung durch vorhandene Eigenbrunnen. Neben dem Blackout-Aspekt sind die neun Häuser nachhaltig gebaut, die Zufahrtswege aus Schotter statt Beton und ein Schwimmteich inmitten der Anlage.
Pöckau
Betonwand wirft Schatten über das nachhaltigste Dorf Kärntens
In Pöckau bei Arnoldstein entsteht das erste komplett energieautarke Dorf Europas. Zwischen Grün, Teich und Holzöfen drängt sich eine meterhohe Betonmauer, die das Bild trübt. Projektleiter verweist auf Behördenvorgaben und will die Mauer sinnvoll nützen.
© Weichselbraun Helmuth