Es sind schwere Vorwürfe, mit denen die Stadtimmobiliengesellschaft (STIG) zu kämpfen hat. In einer Wohnanlage in der Zensweger Straße in St. Veit gibt es vermehrt Wasser- und Heizungsschäden. Einer der Betroffenen, der dort lebt, ist der St. Veiter Altbürgermeister Gerhard Mock. Während seiner Amtszeit wurde die STIG 1995 gegründet.

Die Bewohner der Anlage berichten von verschiedenen Schäden, unter anderem Wassereinbrüche oder Wasseraustritte aus der Heizung, die in den vergangenen Jahren angefallen sind. Bei der Fernwärmestation, mit der die Anlagen geheizt werden, sei es zu massiven Wasseraustritten gekommen. Man habe immer wieder versucht, mit der STIG Kontakt aufzunehmen, diese habe allerdings nichts unternommen. Bei einer Eigentümerversammlung im Dezember 2024 seien Sachverständige vor Ort gewesen, die massive Baumängel festgestellt hätten. Man rechnet mit einer Schadenssumme von über 500.000 Euro.

Mock ärgert sich

Nach einem medialen Echo haben die STIG und der St. Veiter Bürgermeister Martin Kulmer (SPÖ) nun Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern aufgenommen. „Es gab endlich ein Gespräch mit der STIG. Uns wurde unter anderem versprochen, dass der Vollwärmeschutz erneuert wird. Ebenso wurde uns eine Verpressung der Bodenplatte zugesagt, wo wir ein Angebot haben wollten und eine Analyse der Heizwassersysteme. Man möchte herausfinden, wo das Wasser überhaupt herkommt. Immerhin haben wir in den vergangenen Jahren tausende Liter Heizwasser verloren”, erklärt Mock, der auch als Sprecher der Eigentümergemeinschaft fungiert. Doch seit dem gemeinsamen Gespräch sei nicht viel passiert. „Wir hatten das Gespräch, umgesetzt wurde derzeit aber noch nichts, man lässt uns im Regen stehen“, ärgert sich der Altbürgermeister.

Für Mock tut sich weiterhin zu wenig
Für Mock tut sich weiterhin zu wenig © KLZ / Andreas Hoi

Betroffen ist auch Unternehmer Bernd Bodner, der zwei Wohnungen in der Zensweger Straße 10 besitzt. 2023 kam es in seiner unteren Wohnung zu einem großen Wasserschaden und Überschwemmungen infolge eines Unwetterereignisses. Die Schadenssumme allein betrage bei ihm 70.000 Euro.

Er hat der STIG mit einer Klage gedroht, über die weitere rechtliche Vorgehensweise könne er allerdings erst gegen Ende der nächsten Woche informieren. Laut Bodner habe sich nach dem Gespräch zumindest „ein bisschen was bewegt”. „Es wird geschaut, wer für die Fassade zuständig ist und es werden für die Sanierung Angebote eingeholt.“

STIG hält sich bedeckt

Die Stadt St. Veit hält sich auf Anfrage bedeckt. „Beim gemeinsamen Termin der STIG mit der Hausverwaltung wurden die nächsten Schritte festgelegt, die sich bereits in der Umsetzung befinden. Während einige Punkte bereits abgeschlossen werden konnten, befinden sich andere noch in Bearbeitung. Bitte um Verständnis, dass Details zu den spezifischen Inhalten der Umsetzung derzeit nicht öffentlich beziehungsweise an die Medien weitergegeben werden. Die STIG steht im laufenden Austausch mit der Hausverwaltung.”