AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Lichtermeer in LienzBleiberecht für Familie Magomedov abgelehnt

Antrag auf Bleiberecht abgelehnt. Am Sonntag von 19 bis 20 Uhr findet die stille Hilfe für die Familie statt.

Symbolbild © Michael Egger
 

Jetzt steht es fest: Inzwischen hat das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) den Antrag der Familie Magomedov-Kamelova auf Bleiberecht abgelehnt. Der Anwalt Sepp Brugger, der sich um die Familie, die 2013 aus der russischen Teilrepublik Dagestan nach Österreich geflüchtet ist, kümmert, ist entsetzt: "Meiner Meinung nach hat dies nichts mehr mit einer objektiven Beurteilung zu tun. Obwohl es einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss gibt, es Beschäftigungszusagen gibt, die Familie eine gesicherte Unterkunft hat und die Kinder hier in die Schule gehen, ist das BFA der Meinung, dass sie nicht ausreichend integriert sind." Magomed Magomedov und seine Frau Nasibat Kamelova haben drei Kinder, Salikhat und Alia waren bei der Flucht dabei, Safia kam Ende 2014 in Lienz zur Welt.

Wie berichtet, hat sich auch Bischof Hermann Glettler für die Familie eingesetzt. Nun ist auch bekannt, in welcher Form. Am Freitag hat er einen Brief an das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl geschickt. Darin spricht er unter anderem die vorbildliche Integration der Familie an. Zum Abschluss schreibt der Bischof: "Bitte nehmen Sie sich die Zeit für eine Neubeurteilung des Sachverhalts. Als Bischof der Diözese Innsbruck bitte ich Sie um dieses Zeichen der Menschlichkeit."

Lichtermeer

Ein Zeichen wollen auf alle Fälle am Sonntag Abend (23. September) von 19 Uhr bis 20 Uhr die Osttiroler setzen. Geplant ist eine kurze, friedliche Versammlung, um mit einer Kerze in der Hand an die Familie zu denken und ihnen Kraft zu schenken. Die Organisatoren hoffen auf zahlreiche Teilnehmer: "Mobilisiert SchülerInnen, LehrerInnen, Freunde/Freundinnen, NachbarInnen, Verwandte, Familie und andere FürsprecherInnen und bringt eine Kerze mit (oder verwendet die Taschenlampe am Handy), um den Lienzer Hauptplatz für kurze Zeit in ein strahlendes Lichtermeer zu verwandeln."

Transparente und Zeichnung seien erwünscht – allerdings sollen diese nur Sätze des Mitgefühls, der Solidarität, des Friedens, der Hoffnung und des friedvollen Miteinanders beinhalten. Politische Botschaften hätten keinen Platz.

Kommentare (4)

Kommentieren
pholub
6
8
Lesenswert?

Christentum 2.1 reloaded

Jesus hätte in Österreich niemals Asyl gefunden.
Ich bin kein Christ, finde es aber bemerkenswert, dass unsere christlichen MitbürgerInnen das scheinbar ganz in Ordnung finden.
Schiebe Deinen Nächsten (ab).
Wer kennt noch das Originalzitat aus der Bibel und wer befolgt es?

Antworten
cockpit
6
14
Lesenswert?

Es wird immer kälter...

Damit ist nicht der kommende Winter gemeint.

Antworten
GordonKelz
11
27
Lesenswert?

INTEGRIEREN, INTEGRIEREN....

...und machen sie es ,kommt die “ Fratze “
der Politik und macht es zunichte !!!
Gordon Kelz

Antworten
joektn
0
3
Lesenswert?

Äh?

Es gibt immer noch geltendes Recht und das wird hier umgesetzt. Nicht mehr und nicht weniger.

Antworten