„Regionalmanagement ist kein Sprint, sondern ein gemeinsamer Weg. Es dauert seine Zeit, Partner und Mitglieder zu finden.“ Philipp Schlemmer, Geschäftsführer des Regionsmanagement Osttirol (RMO), zog im Rahmen der Generalversammlung in Lienz Bilanz über ein arbeitsintensives Jahr. Und über stolze Geldsummen, die im Bezirk Lienz zugunsten vielfältiger Projekte bewegt wurden.
So begleitete das RMO im Zeitraum 2023 bis 2025 im Rahmen der EU-Programme „Leader“ und „Interreg/Dolomiti Live“ 63 Vorhaben. Das Gesamtprojektvolumen belief sich auf rund 4,7 Millionen Euro, an Fördermitteln konnten 3,2 Millionen Euro bewilligt werden. Über das Sonderförderungsprogramm „Natura 2000 Region Isel“ wurden in zehn Jahren 219 Vorhaben mit einem Volumen von rund 107 Millionen Euro umgesetzt – wobei acht Millionen Euro an Fördermitteln über das Land Tirol kamen.
Eigene thematische Schwerpunkte
Generell versteht sich das RMO als zentrale Plattform für regionale Zusammenarbeit sowie als Schnittstelle zwischen Gemeinden, Wirtschaft, Gesellschaft und Förderstellen. „Ziel ist es, regionale Stärken zu bündeln, Kooperationen zu fördern und nachhaltige Entwicklungsimpulse für den Bezirk zu setzen“, so die RMO-Botschaft. Gleichzeitig setzt das Team eigene Themen, die bei der Versammlung in der Lienzer Sparkasse kurz vorgestellt wurden. Dazu zählen Initiativen in den Bereichen Mobilität, Freiwilligenpartnerschaft, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Gleichstellung sowie Maßnahmen zur Leerstandsaktivierung. „Die Vielzahl an Projekten und Initiativen zeigt, welches Potenzial in unserer Region steckt, wenn Gemeinden, Wirtschaft und engagierte Menschen gemeinsam an der Zukunft arbeiten“, lobte Dietmar Ruggenthaler, Obmann des RMO und Bürgermeister in Virgen.
Neues Programm: 20 Millionen Euro für zehn Jahre
Weiterer Tagesordnungspunkt war die Vorstellung des neuen Regionalwirtschaftlichen Programms Osttirol 2026–2036, das noch mehr wirtschaftliche Impulse setzen soll. Es löst das auslaufende Natura-2000-Programm ab und stellt 20 Millionen Euro auf zehn Jahre für den gesamten Bezirk parat.
Über aktuelle Entwicklungen aus Sicht des Landes Tirol informierte Martin Traxl von der Abteilung Landesentwicklung. „Die Mittel werden knapper, aber die Dynamik dahinter ist nicht unspannend. Die Regionen zeichnen sich als proaktive Gestalter aus“, sagte Traxl, der die Partnerschaft zwischen Land und Regionen und deren Kreativität betonte. „Es wird immer etwas ausprobiert, ein neuer Impuls gesetzt werden. Und wo passiert das? Auf der Regionalebene.“