Ein warmer Ort für Begegnung statt Kälte vor der Tür. Wohlwollende Gespräche statt Einsamkeit. Klostersuppe statt Hunger an Leib und Seele. Im warmen, hellen Aufenthalts- und Begegnungsraum im ersten Stock des Franziskanerklosters Lienz ist jede und jeder herzlich willkommen. Besonders gedacht ist der Raum für einsame Menschen, für Obdachlose und für jene, die mit wenig Geld auskommen müssen. Es stehen Tee, Kaffee, alkoholfreie Getränke und eine Klostersuppe kostenlos zur Verfügung. Zeitungen, Spiele und Musik laden zum Verweilen ein. „Kälte und Einsamkeit sind besonders in den kommenden Monaten spürbar, in denen es lange finster ist und ein Aufenthalt in der Natur kaum möglich ist“, erklärt Dekan Franz Troyer die Bedeutung des Angebots im nahenden Winter.
Teilen bereichert das Leben
Die Teestube Lienz will einen kleinen Beitrag leisten, um die Welt etwas wärmer, heller und freundlicher zu machen. Jeweils zwei Ehrenamtliche schenken ihre Zeit zum Reden und zum Dasein. In Summe engagieren sich fast 30 Menschen für die Teestube. Auch im Blick auf das vorbildliche Leben des Heiligen Martin und der Heiligen Elisabeth (deren Fest am 19. November in der Pfarrkirche St. Andrä in Lienz gefeiert wird) wissen sie, dass Teilen ihr Leben bereichert. „Wenn wir die Freude teilen, wird die Freude mehr. Wenn wir das Leid teilen, dann wird das Leid kleiner. Wenn wir die Zeit miteinander teilen, dann wird sie intensiver“, so das Motto der Teestube und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Tagen.
Geöffnet hat die Teestube in der Muchargasse 4 am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und neuerdings auch am Freitag – auch an den Feiertagen – jeweils von elf bis 15 Uhr. Wer mehr über die Idee und die Angebote erfahren oder sich engagieren möchte, kann sich bei Dekanatskoordinatorin Michaela Huber telefonisch unter 0676-8730 7879 melden. Die Teestube Lienz ist eine gemeinsame Initiative des Franziskanerklosters Lienz, der Caritas der Diözese Innsbruck und des Dekanats Lienz.