Mit einem feierlichen Gottesdienst, einer Prozession und einem fröhlichen Pfarrfest ist am Schutzengelsonntag in Innervillgraten der neue Seelsorgeraum Hochpustertal eröffnet worden. Strahlendes Spätsommerwetter und eine große Festgemeinde verliehen dem besonderen Tag eine festliche Atmosphäre.
Ein starkes Team für einen gemeinsamen Weg
Der neue Seelsorgeraum umfasst die Pfarren Sillian, Heinfels, Tessenberg, Außervillgraten und Innervillgraten mit Kalkstein. Damit beginnt eine neue Phase der pastoralen Zusammenarbeit. Die Leitung übernimmt Anita Webhofer, Pfarrprovisor ist künftig Paul Salamon, unterstützt von Andreas Schätzle als mithelfendem Priester. Zum Kernteam gehören außerdem Koordinatorin Kathrin Reiter, Jugendleiterin Lisa Senfter sowie die Pfarrsekretärinnen und -koordinatorinnen Maria Schett und Melanie Duracher.
Bischof Hermann Glettler: „Kirche ist kein Solokonzert“
Bereits zum Auftakt setzten die Kinder Marlena Mair und Lorena Lanser mit einem Gedicht berührende Akzente. In seiner Predigt fand Bischof Glettler eindringliche Worte zur Bedeutung dieses neuen pastoralen Raums. Seelsorge, so der Bischof, sei mehr als ein Beruf, sie sei Berufung. Die Verantwortlichen würden sich nicht hinter Konzepten und Schreibtischen verstecken, sondern mit den Menschen auf dem Weg sein, sie begleiten, stärken, ermutigen – und vor allem: sie befähigen. Denn: „Kirche ist kein Solokonzert.“ Der Bischof dankte allen, die über Jahre und Jahrzehnte hinweg den Boden für diese neue Struktur bereitet haben – insbesondere den ehemaligen Dekanen Josef Mair und Anno Schulte-Herbrüggen.
Nach dem Gottesdienst folgte eine Schutzengelprozession durch das Villgratental, getragen von der Vielfalt des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens der Region: Musikkapelle, Traditionsverbände, Kinder und Jugendliche sowie Vereine sorgten für eine gelebte Form von „Volkskirche mit Herz und Schönheit“, wie es Bischof Hermann in einem Bild beschrieb. Die Feierlichkeiten fanden ihren Ausklang in einem fröhlichen Pfarrfest.