Ein tierischer Ausreißer sorgt seit Tagen für Aufsehen in Osttirol: Wallaby „Jecki“ ist weiterhin auf freiem Fuß. Bürgermeister Bernhard Webhofer aus Gaimberg hatte vor Kurzem zwei Kängurus übernommen, die auf seinem Anwesen eigentlich ein neues Zuhause finden sollten. Doch kurz nach ihrer Ankunft nutzten die beiden Männchen ihre Chance und brachen aus – wie genau, ist bis heute unklar. Während eines der Tiere kurze Zeit später eingefangen werden konnte, bleibt „Jecki“ verschwunden.

Behörde ordnet Rückführung an

Auf Anfrage der Kleinen Zeitung teilte die Bezirkshauptmannschaft Lienz nun mit, dass ein Amtstierarzt bei einem Lokalaugenschein festgestellt habe, dass die bisherigen Haltungsbedingungen der beiden Wallabys nicht den tierschutzrechtlichen Vorgaben entsprechen. „Daher wurde verfügt, dass sowohl das dort verbliebene Tier als auch das entlaufene und bislang nicht wieder eingefangene Wallaby Jecki bis auf Weiteres an den Herkunftsbetrieb zu überstellen sind, wo eine artgerechte Gruppenhaltung möglich ist. Die Haltung von Wallabys am Standort Gaimberg bleibt bis zur Errichtung eines geeigneten, artgerechten Geheges untersagt“, heißt es in der Stellungnahme.

Für die Bewohner der Region gibt es hingegen Entwarnung: Von dem flüchtigen Tier gehe „keine akute Gefahr“ aus. Wallabys seien grundsätzlich scheue Tiere, die den Kontakt zu Menschen meiden und in Gefahrensituationen flüchten. „Das größere Risiko besteht vielmehr für das Tier selbst“, betont die Behörde. Daher sei es im Sinne des Tierwohls wichtig, „Jecki“ so schnell wie möglich einzufangen. Bernhard Webhofer war für eine Stellungnahme noch nicht erreichbar.