Normalerweise hüpfen sie nur in Australien über Wiesen und Felder – diesmal sorgt jedoch ein Känguru mitten in Osttirol für Begeisterung und Kopfzerbrechen gleichermaßen.
Bürgermeister Bernhard Webhofer aus Gaimberg hat zwei Kängurus bekommen, die eigentlich ein neues Zuhause auf seinem Anwesen finden sollten. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft nutzten die beiden Männchen ihre Chance und brachen aus – wie genau, ist bis heute unklar. Während ein Tier kurze Zeit später eingefangen werden konnte, bleibt „Jecki“ weiterhin auf freiem Fuß. Das Wallaby ist circa 60 Zentimeter groß.
Am Donnerstagmorgen wurde der Ausreißer am Nußdorfer Berg gesichtet, seither fehlt von ihm jedoch wieder jede Spur. Zahlreiche Helfer sind im Einsatz, bislang ohne Erfolg – das Wallaby erweist sich als erstaunlich flinker Hüpfer.
Gefährlich ist der tierische Ausreißer nicht. Im Gegenteil: Die Tiere sind friedlich, zurückhaltend und ausschließlich pflanzenfressend. Sie vertragen das heimische Klima gut und dürfen unter bestimmten Auflagen gehalten werden. „Je weniger Trubel, desto größer die Chance, dass wir es unversehrt zurück ins Gehege bringen können“, betont der Bürgermeister.
Sommer-Spektakel für die Bevölkerung
Mittlerweile hat „Jecki“ längst Kultstatus erlangt: In sozialen Medien kursieren zahlreiche KI-Bilder und Fotomontagen, die das Känguru in den unterschiedlichsten Situationen zeigen. Für die Menschen in der Region ist der ungewöhnliche Gast jedenfalls ein kleines Sommer-Spektakel: Ein Känguru mitten in Osttirol sieht man schließlich nicht alle Tage. Und vielleicht, so hoffen viele, lässt sich der flauschige Hüpfer bald wieder sicher in sein Gehege zurückbringen.